Apple kommt nach NORDSCHLESWIG

Apple kommt auch wegen des kühlen Wetters

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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So soll das Rechenzentrum in Kassö laut Apple aussehen. Foto: dpa/Apple

Günstiger Strom, grüne Energie, kooperative Behörden – all das sind gute Gründe für die Technologieriesen, nach Dänemark zu kommen. Ein schwerwiegendes Argument biete jedoch auch das kühle Klima, sagt Adam Lebech vom Wirtschaftsverband DI.

Günstiger Strom, grüne Energie, kooperative Behörden – all das sind gute Gründe für die Technologieriesen, nach Dänemark zu kommen. Ein schwerwiegendes Argument biete jedoch auch das kühle Klima, sagt Adam Lebech vom Wirtschaftsverband DI.

Dass Apple bereits sein zweites Rechenzentrum in Dänemark bauen will, und das mitten im nordschleswigschen Nirgendwo, hat auch mit dem Wetter zu tun. Das meint Adam Lebech, Branchendirektor des dänischen Wirtschaftsverbandes Dansk Industri. „Das größte Problem der Rechenzentren ist die Hitze. Denn Rechenzentren sind im Grunde genommen riesige, mit Servern, also Festplatten, vollgestellte Hallen“, sagt er.

„Es wird äußerst heiß. Das große Problem ist also, wie man sie abkühlt, damit sie nicht schmelzen“, so Lebech. Sowohl Dänemark als auch Island und Schweden seien deshalb äußerst attraktive Standorte für solche Zentren. Alle drei lägen unter dem kühlen nordischen Himmel – und produzieren zugleich vorwiegend erneuerbare Energie.

„Vielen der globalen IT-Unternehmen ist es wichtig, dass man die Datenzentren CO2-neutral aufbauen kann“, so Lebech. Schließlich gäbe es kaum etwas, was mehr Strom fresse.

Kassö wird eine Wolke auf Erden

Immer mehr Daten werden heute in sogenannten „Clouds“ (Wolken) abgespeichert, also nicht mehr auf den Smartphones oder Computern selbst, sondern auf Servern „irgendwo“. Eines dieser Irgendwos wird jetzt Kassö bei Apenrade werden. Die erste Bauphase soll 2019 beendet sein und um die sechs Milliarden Kronen (ca. 810 Millionen Euro) kosten.

Apple gleicht den Stromverbrauch der Rechenzentren mit der Erzeugung erneuerbarer Energien aus. In Dänemark werden im Auftrag des Konzerns Windkraftanlagen mit einer Kapazität von zunächst 30 Megawatt gebaut.

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