Hindernislauf

Apenrader „Mandehørm“ so gut wie ausverkauft

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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„Mandehørm“-Teilnehmer dürfen nicht matsch- oder wasserscheu sein. Foto: Firmensportverband

In diesem Jahr dürfen nur 749 Startnummern vergeben werden. Die Veranstalter hoffen auf ein Einsehen der Brandbehörden.

In diesem Jahr dürfen nur 749 Startnummern vergeben werden. Die Veranstalter hoffen auf ein Einsehen der Brandbehörden.

Im vergangenen Jahr gingen beim Apenrader „Mandehørm“ – dem matschigen Hindernislauf für echte Kerle – noch 816 Männer an den Start. Am 7. Oktober dieses Jahres dürfen nur 749 Startnummern vergeben werden – aufgrund der geltenden Brandschutzrichtlinien. Ein Problem stellt nicht der Lauf an sich, sondern die Halle dar, in der anschließend die große Sportlerfete stattfinden wird – wie in allen Jahren zuvor. „Wir hoffen, dass wir durch zusätzliche Brandsicherheitswachen in der Halle doch noch 80 weitere Startnummern vergeben können“, sagt Hans Jørgen Christensen, Vorsitzender des Firmensportvereins Apenrade (Aabenraa Firmaidræt). Die „Mandehørm“-Läufe finden unter der Regie des dänischen Firmensportbundes statt.

„Die Halle hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert; auch die Anzahl der Notausgänge ist die gleiche. Da zwei der Notausgänge allerdings in denselben Raum führen, sind sie nur als ein Ausgang zu zählen“, erläutert Christensen den Sachverhalt. Das sei ärgerlich, weil er in Apenrade locker die Startnummern loswerden kann. Das Rennen in Apenrade scheint nämlich besonders populär zu sein. Das Gros der Anmeldungen kommt zwar aus Apenrade und der weiteren Umgebung, aber auch aus allen Teilen des Landes tickern Anmeldungen ein. Die Statistik zeigt, dass auch aus dem näheren Ausland – also aus Schleswig-Holstein – eine ganze Reihe von Anmeldungen eingegangen ist. Darüber hinaus haben sich auch Athleten aus Schweden, Frankreich und sogar aus Kanada für den Lauf in Apenrade eine Startnummer geordert.

„An lukrativen Preisen liegt es nicht. Da steht bei anderen sportlichen Veranstaltungen meist noch mehr auf dem Spiel. Dem Sieger winkt bei uns ein Einkaufsgutschein in Höhe von 1.000 Kronen. Unter allen Teilnehmern werden weitere Preise verlost. Hauptpreis ist ein Gutschein für eine Sportreise“, erzählt Hans Jørgen Christensen.

Gestern waren nur noch 22 Startnummern übrig, weshalb er hofft, dass die Brandbehörde noch die Zusage für weitere 80 Teilnehmer erteilt. Auch aus finanzieller Sicht wäre das wichtig. Eine solche Veranstaltung ist nämlich mit einigen Kosten verbunden. Die Popularität führt Hans Jørgen Christensen auf mehrere Dinge zurück. Die entspannte Atmosphäre spielt natürlich eine Rolle. „Viele Teilnehmer starten in Teams, und einige gehen auch in ausgefallenen Verkleidungen an den Start. Köstlich!“, freut sich der AaFI-Vorsitzende. Besonders aber scheint die Kombination aus wunderschöner Natur und anspruchsvollen, aber fairen Hindernissen die Männer allen Alters anzuziehen.

Die 12-Kilometer-Strecke durch den Wald ist im Großen und Ganzen von Jahr zu Jahr identisch. „Mit kleinen Änderungen allerdings“, so Christensen. „Holger Jakobsen und sein Team lassen sich aber immer wieder für den Tierschauplatz etwas Neues einfallen“, fügt er hinzu. Überhaupt sind die Nachbarvereine dem Firmensportverein eine große Hilfe. Freiwillige des Fußballklubs AaBK übernehmen den Auf- und Abbau von Tischen und Stühlen in der Halle; die Feuerwehr sorgt dafür, dass die Wasserrutsche auf der Ziellinie ständig mit Wasser versorgt ist; der Sportverein Enstedt stellt jedes Jahr ein ganzes Heer von jungen Damen zur Verfügung, die gewillt sind, sich in Dirndl zu werfen, um die nass geschwitzten und matschigen Männer im Ziel in Empfang zu nehmen und anschließend beim Sportlerball als Bedienung im Einsatz zu sein. Mitglieder des örtlichen Fotoklubs sind auf der Strecke postiert und sorgen für tolle Actionbilder von der Veranstaltung. Eine besonders große Hilfe sind die Pfadfinder, die nicht nur selbst ein Hindernis aufbauen, sondern nach dem Rennen auch die Strecke von eventuellem Unrat, aber auch von Routenmarkierungen befreien.

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Gwyn Nissen Chefredakteur