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Apenrader Kinder weckten den Weihnachtsmann

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Apenrade/Aabenraa
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Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann ist aufgewacht. Foto: Cornelius von Tiedemann

In Apenrade ist am Sonnabend der Weihnachtsmarkt vom alten und neuen Bürgermeister eröffnet worden. Zuvor hatten zahlreiche Kinder den schnarchenden Weihnachtsmann mit lauten Rufen geweckt.

Auf dem Apenrader Storetorv ist es seit Sonnabendvormittag wieder so richtig weihnachtlich. Der alte und neue Bürgermeister Thomas Andresen eröffnete mit einem Kanonenknall – der deutlich leiser ausfiel, als erwartet (siehe Video) – den Weihnachtsmarkt. Für ihn sei es „jedes Jahr ein großes Vergnügen“, als Vorsitzender des Dorfes der Weihnachtsherzen („Julehjertebyen“) den Weihnachtsmarkt zu eröffnen. „Und das ist natürlich der größte Vorteil daran, Bürgermeister zu sein“, scherzte der frisch erneut gewählte Andresen in seiner Ansprache, die er in der südjütischen Mundart hielt.

Zuvor hatten sich, von lautem Schnarchen angelockt, zahlreiche Kinder in Begleitung von Eltern und Großeltern vor dem alten Rathaus der Stadt versammelt, um den Weihnachtsmann zu wecken. „Julemand! Julemand!“ riefen sie, angestachelt vom Bürgermeister – bis der Weihnachtsmann erwachte und sich mit einem Sack voller Süßigkeiten unter die Wartenden mischte.

Viel Neues auf dem Apenrader Weihnachtsmarkt

Auf dem Weihnachtsmarkt ist dieses Jahr neben vielen anderen Miniaturen ein ganz besonderes Gebäude zu bewundern. Denn wer das historische Haus von der legendären Mutter Stahlbom besuchen möchte, muss normalerweise nach Aarhus fahren. Dort steht das 1675 erbaute Original schon seit 1953 im Freilichtmuseum „Den Gamle By“. Für die Zeit des Weihnachtsmarktes der Herzen in Apenrade kehrte das Haus Mutter Stahlboms zumindest in einer Kopie in die Fördestadt zurück, wenn auch nicht an seinem angestammten Platz. Das Haus hatte einst die Adresse an der Großen Straße; die Kopie wird auf dem Storetorv zu sehen sein. „Hier werden wir in den nächsten Wochen Bonbons kochen“, erzählt Malene Bruhn, die ehrenamtlich tätige Koordinatorin des Weihnachtsmarktes der Herzen, der 2009 auf ihre Initiative auch erstmals auf dem Storetorv aufgebaut wurde.

Vieles ist in diesem Jahr neu. „Das fängt schon mal mit dem Storetorv an sich an. Durch die Neugestaltung haben wir ganz neue Möglichkeiten erhalten. Wir haben die Karten neu gemischt. Die Hütten sind in diesem Jahr anders platziert“, sagt Malene Bruhn. Wer traurig über die Entscheidung des Stadtrates gewesen ist, dass das Wasserkunstwerk des Storetorv der Marktplatzsanierung „geopfert“ wurde, kann sich freuen. „Wir haben eine Kopie des Brunnens angefertigt. Während des Weihnachtsmarktes können die Kinder dort Angeln und zwar Second-Hand-Geschenke. Das Angebot ist übrigens kostenlos“, erzählt Malene Bruhn.

Foto: Cornelius von Tiedemann

Noch bis zum 23. Dezember für die gute Sache

Neu sind in diesem Jahr ach zwei Kinderveranstaltungen am 6. und 13. Dezember sowie ein Seniorennachmittag am 13. Dezember. Der Weihnachtsmarkt der Herzen läuft in diesem Jahr bis zum 23. Dezember. Er hat werktags von 14 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Rund 300 Ehrenamtler haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt und füllen die Hütten mit Leben. Der Erlös aus den verschiedenen Aktionen kommt wieder der Apenrader Weihnachtshilfe „Et Hjerte for Alle“ zu gute.

Malene Bruhn und ihre Helfer sind in der glücklichen Lage, dass sich die meisten Ehrenamtler selbst ihre Hilfe anbieten. „Wir könnten allerdings noch ein paar helfende Hände für unsere Bastelaktivitäten an den Wochenenden benötigen“, sagt Malene Bruhn. Die Bastelhelfer müssen nicht unbedingt selbst großartig kreativ und fingerfertig sein. „Es geht vor allem darum denjenigen zur Seite zu stehen, die an unserem Stand Weihnachtsschmuck herstellen wollen“, sagt die Koordinatorin. Interessierte können sich entweder über die Homepage julehjertebyen.dk anmelden oder auch direkt bei Malene Bruhn via Handynummer 51 17 17 11 anrufen.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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