Abfalltrennung

Apenrade: Ein Mülleimer kommt hinzu

Apenrade: Ein Mülleimer kommt hinzu

Apenrade: Ein Mülleimer kommt hinzu

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Arwos-Vorstandsvorsitzender Lars Wistoft und Abfallchefin Stinne Stokkebo präsentieren die mögliche Mülltonnenlösung. Foto: Ludvig Dittmann

Die Regierung fordert neue Abfalltrennungslösungen. Nach zehn Kategorien soll der Müll sortiert werden. Darauf reagiert auch das Apenrader Abfallentsorgungsunternehmen Arwos.

Es soll weniger Abfall in den kommunalen Verbrennungsanlagen landen und dem Klima schaden. Deshalb soll der Abfall in den privaten Haushalten noch besser voneinander getrennt und wiederverwertet werden als bisher. In zehn Kategorien wird der Müll dann sortiert. Das hat die Regierung in einer Absprache festgehalten.

Um das leisten zu können, muss die Anzahl der Abfallbehälter, die an den Häusern stehen, erhöht werden, denn mit den bisher zwei Tonnen lässt sich das Trennziel nicht erreichen. Das Versorgungsunternehmen Arwos, das in der Kommune Apenrade für die Müllentsorgung zuständig ist, arbeitet derzeit daran, ein Trennsystem zu entwickeln. Ein aktueller Vorschlag sieht drei statt der bisher zwei Abfalltonnen vor.

Verschiedene Abfallsorten

Während in den Nachbarkommunen schon jetzt bis zu vier Mülltonen an den Häusern stehen, wird es in Apenrade noch gut zwei Jahre dauern, denn so lange ist der Vertrag mit „Harm Mammen & Sønner“ noch gültig. Der Betrieb in Pattburg sammelt derzeit im Auftrag der Kommune den Abfall ein, der für die Wiederverwertung bestimmt ist.

Die Vorbereitungen für das neue Trennsystem laufen bei Arwos jedoch auf Hochtouren. Die drei Mülltonnen sind mit Trennwänden versehen, sodass sechs Bereiche entstehen. Ein Bereich ist beispielsweise für Essensreste, die in Zukunft nicht mehr mit den anderen Abfällen gemischt werden sollen. Einen Bereich für sich bekommen außerdem Glas und auch Getränke- und Nahrungsmittelkartons, zum Beispiel Milchkartons.

Herausforderung Großsammelbehälter

Es gibt allerdings noch ungelöste Probleme, an denen bei Arwos gearbeitet wird. Bei knapp 4.100 Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern, beispielsweise am Tøndervej oder Petersborg, sind große, unterirdisch angelegte, Sammelbehälter, installiert. Wie die Lösung dort aussehen soll, ist noch ungeklärt. Die Lösung, so erklärt Arwos-Abfallchefin Stinne Stokkebo, könnte sein, neue Behälter zu versenken, die eine Kammer mehr haben. Für die Gesamtlösung sind jedoch die Wohnungsbauvereine zuständig, sagt sie.

Die Großsammelanlage am Humlehave lässt sich für wenig Geld auf mehrere Kammern umrüsten. Foto: Jan Peters

Ein arwos-eigener unterirdischer Großsammelbehälter steht am Humlehaven. „Dort haben wir bei der Installation im Jahre 2015 schon vorausgeschaut“, sagt Stokkebo. Dort ließen sich nämlich die Trennkammern – mit wenig Aufwand – verdoppeln, erklärt die Abfallchefin.

Das sind die zehn Abfalltypen, nach denen in Zukunft in allen dänischen Kommunen sortiert werden soll. Foto: Miljøstyrelsen
Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Grüne Zukunft“