Wiedereröffnung

Ambivalente Rückkehr in das Fitness-Studio

Ambivalente Rückkehr in das Fitness-Studio

Ambivalente Rückkehr in das Fitness-Studio

Apenrade/Aabenraa
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Der Inhaber des Fitnessstudios „LC Performance“, Lars Christensen (l.), und sein Übungsleiter Jan Kjer hatten für die Corona-Zeit ein Outdoor-Training angeboten. Foto: Karin Riggelsen

Der Inhaber des Fitnessstudios „LC Performance“ ist froh, seine Mitglieder wieder begrüßen zu können. Er meint jedoch, dass die Kontrolle der Corona-Pässe nicht zu seinen Aufgaben gehören sollte.

„Natürlich freue ich mich, wieder öffnen zu können und meine Mitglieder wieder in der Halle begrüßen zu können“, sagt Lars Christensen, der Inhaber des Fitness- und Trainingscenters „LC Performance“ am Apenrader Vestvejen, nachdem die Regierung am Montagmorgen bekannt gegeben hatte, dass es ab Donnerstag auch für Erwachsene wieder möglich ist, Indoor-Sport zu treiben und auch Fitnessstudios wieder den Betrieb aufnehmen dürfen.

Die Nacht über haben die Parteien über die Wiedereröffnung diskutiert und dann in der Frühe das Ergebnis präsentiert.

Zweifel an den Kontrollvorgaben

Doch trotz der Freude hat Personal-Trainer Christensen auch Zweifel am vorgestellten Konzept. Die Mitglieder müssen nämlich, wenn sie die Trainingsmöglichkeiten in der Halle nutzen wollen, einen Corona-Pass vorlegen. „Das bedeutet, dass ich jeden kontrollieren muss. Für mich sieht das ein wenig nach Polizeiarbeit aus, die einem Geschäftsbesitzer nicht auferlegt werden sollte“, findet Christensen und fügt hinzu, dass „die Autorität, die ich nun übernehmen muss, nicht notwendig ist.“

Die Regierung sollte darauf bauen, dass man den Menschen trauen kann und sich alle so eigenverantwortlich verhalten, dass sie sich nur getestet in die Fitnesszentren begeben.

Lars Christensen, Inhaber von „LC Performance“

Er glaubt vielmehr an das gegenseitige Vertrauen, das die Bürger einander entgegenbringen sollten. „Die Regierung sollte darauf bauen, dass man den Menschen trauen kann und sich alle so eigenverantwortlich verhalten, dass sie sich nur getestet in die Fitnesszentren begeben“, erklärt er seine Ambivalenz gegenüber der Kontrollvorgabe.

Großer Mehraufwand

Für Lars Christensen bedeutet die Wiedereröffnung unter dieser Bedingung auch, dass er über die gesamte Öffnungszeit hinweg, von 5 Uhr am Morgen bis 22 Uhr am Abend, Personal abstellen muss, um die Corona-Kontrollen durchzuführen. Ein riesiger Aufwand, und ob es sich realisieren lassen wird, muss er sehen, wie er sagt.

Bei „LC Performance“ war es im Lockdown möglich, im Freien zu trainieren. „Es ist aber schön, dass wir nun wieder in die Halle können. Bei schönem Wetter ist es draußen toll, aber bei Regen, Wind und gerade einmal zehn Grad ist das nicht für alle die beste Bedingung“, erklärt der Crossfit-Trainer. Zudem gebe es in der Halle mehr Geräte und Trainingsmaterial und somit mehr Trainingsmöglichkeiten.

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