Bewaffnete Kinder

15-Jähriger brachte Gaspistole mit in die Schule

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Rothenkrug/Rødekro
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Die Polizei Apenrade ermittelt gegen einen 15-jährigen Jungen. Foto: Rigspolitiet

Wollte sich der Junge gegenüber seinen Mitschülern in Rothenkrug nur wichtig machen, oder hatte er tatsächlich vor, die Waffe auch zu nutzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt die Polizei.

Die Polizei hat am Donnerstagmittag einen 15-jährigen Jungen in seinem Zuhause festgenommen. Ihr war am Vormittag gemeldet worden, dass er mit einer Pistole zur Schule in Rothenkrug gekommen war und diese offensichtlich auch anderen Schülern gezeigt hat. Ob er ihnen auch gedroht hat, müssen die Ermittlungen noch zeigen.

Allerdings soll in einem geschlossenen digitalen Forum das Wort „Schulschießerei“ gefallen sein. Aus diesem Grund wird gegen den Jungen nicht nur wegen Waffenbesitzes, sondern vorerst auch wegen Todesandrohungen ermittelt.

Gaspistole im Zuhause eines 13-Jährigen sichergestellt

Der 15-Jährige gab zu, dass er im Besitz einer Gaspistole gewesen sei, diese aber inzwischen einem 13-jährigen Freund überlassen habe. Anschließend führte die Polizei auch in dem Zuhause des 13-Jährigen eine Hausdurchsuchung durch. Hier wurde die Waffe, die sich tatsächlich als Gaspistole herausstellte, sichergestellt. Im Beisein der sozialen Behörden wurde der Junge gleich an Ort und Stelle verhört, während der 15-Jährige mit auf die Wache genommen worden war und dort verhört wurde.

Er wurde am Donnerstagabend bereits wieder in die Obhut der Familie und der sozialen Behörden übergeben.

Polizei war an mehreren Orten aktiv

Am Donnerstagmittag ist laut Augenzeugenberichten in Jordkirch die Kirkegade für einen Zeitraum von der Polizei abgesperrt worden, die mit einem größeren Aufgebot und schwer bewaffnet vor Ort gewesen sein soll und schließlich auch einen jungen Mann in Handschellen abführte („Der Nordschleswiger“ berichtete). Ob es sich dabei um den 15-Jährigen handelte, konnte Polizeisprecher Jens Peter Rudbeck vom Polizeicenter Süd in Sonderburg nicht entlockt werden. „Wir sind in Verbindung mit dieser Episode an mehreren Orten gewesen“, lautete hierzu seine Antwort.

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