Cimbriapark

Auf 104 Quadratmetern über den Dächern schweben

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Von ihrem gen Südosten ausgerichteten Balkon aus haben Anne Marie und Niels Lorentzen einen ungehinderten Blick auf die Förde und den Hafen. Foto: Pause

Anne Marie und Niels Lorentzen tauschten Eigenheim gegen Mietwohnung. Begeisterte Erstmieter im Cimbriapark.

„Wir sind begeistert und überaus glücklich in unserer neuen Wohnung“, sagen Anne Marie und Niels Lorentzen, die ihr Haus in Scherriff verkauft haben und in eine 104 Quadratmeter große Mietwohnung im neu errichteten Cimbriapark gezogen sind. „Uns liegt Apenrade buchstäblich zu Füßen, und wir genießen jede Minute hier oben.“

„Unser Haus hatte etwa die gleiche Größe und lag so hoch, dass wir ganz bis Alsen sehen konnten“, erzählt Niels, der früher Tischler war. „Als wir vom Cimbriapark-Projekt hörten und Informationen sammelten, wurde uns klar, dass wir in einer Wohnung ein leichteres Leben führen können, weil kein Garten gepflegt werden muss und wir besser die Vorzüge der Stadt nutzen können.“ Die Lorentzens wohnen im sechsten Stock und damit ganz oben und gleich neben der Gemeinschaftsterrasse, die die westliche Seite des Obergeschosses einnimmt, während zwei Wohnungen die Fläche gen Osten begrenzen. Alle Mietparteien im Cimbriapark haben einen großzügigen Balkon; der vom Ehepaar Lorentzen ist nach Südosten ausgerichtet. „Wir haben Sonnenschein bis etwa 15 Uhr, und wollen wir mehr haben, können wir einfach auf die Terrasse gehen“, berichtet der 70-jährige Renter.

Ganz neuer Lebensabschnitt

„Ich bin selbst Tischler gewesen, und ich muss zugeben, dass die Handwerker nicht gepfuscht haben. Alles sieht solide und zuverlässig aus“, sagt Lorentzen. „Wir haben eine wunderbare Aussicht über die Stadt und den Hafen, ja sogar vom Bett aus können wir das Treiben auf der Förde verfolgen.“ „Für uns ist der Umzug ein ganz neuer Lebensabschnitt, und daher haben wir uns auch völlig neu eingerichtet“, ergänzt Anne Marie, die einst bei der Steuerbehörde in Tondern arbeitete. Die zur Stube hin offene Küche strahlt vor funktioneller Nüchternheit. Die Drei-Zimmer-Wohnung ist dank großzügiger Verglasung lichtdurchflutet und vermittelt den Eindruck des Schwebens über den Dächern von Apenrade.

„Wir können jetzt ins Café gehen, ohne darüber nachzudenken wie wir wieder nach Hause kommen, da wir nicht von unserem Auto abhängig sind“, meint Niels. Das Auto hat seine eigene ‚Wohnung‘ in einer Garagenanlage in der Jernbanegade erhalten. „Damit der Wagen im Winter nicht friert“, scherzt Lorentzen. „Und wenn Rema 1000 im nächsten Monat im Parterre sein Geschäft eröffnet, dann können wir mit dem Fahrstuhl hinunterfahren und stehen schon gleich vor der Tür“, sagt das Ehepaar, das vor Begeisterung lacht. Die monatlichen Wohnkosten von runde 10.000 Kronen sind nach ihren Worten bestens ausgegeben.

„Apenrade sieht von unserer Wohnung aus ganz anders aus, und wir haben erst nach dem Einzug entdeckt, dass die Stadt eigentlich in einem waldumkranzten Tal liegt“, erläutert Niels. „Vom Straßenlärm hören wir fast nichts. Dass der Gasværksvej mit dem Lügumklosterweg verbunden werden soll, wird uns nicht mehr Lärm bescheren.“

In der ersten Bauetappe befinden sich insgesamt 66 Wohnungen, verteilt auf drei Blöcke, die die Adresse Reberbanen 5, 7 und 9 tragen. Eine zweite Bauphase wird noch in diesem Jahr in Angriff genommen und soll im ersten Vierteljahr 2020 bezugsfertig sein.

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