Hohe Ambitionen

Sydbank will jütländische Bescheidenheit ad acta legen

Sydbank will jütländische Bescheidenheit ad acta legen

Sydbank will jütländische Bescheidenheit ad acta legen

Amalie Tarp Borup/jv/nb
Apenrade
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Direktorin Karin Frøsig meint, dass sich die Sydbank nicht mit ihrem hohen Ambitionsniveau zurückhalten sollte. Zunächst lautet das Ziel, sich als zweitgrößte Geschäftsbank Dänemarks zu positionieren. (Archivfoto) Foto: Claus Thorsted

Die Sydbank strotzt vor Energie und Selbstbewusstsein. Die Bescheidenheit vergangener Jahre soll durch ein hohes Ambitionsniveau ersetzt werden.

Die Sydbank hat ihren Gewinn im ersten Quartal um mehr als das fünffache erhöht. Das vielversprechende Ergebnis ermutigt die nordschleswigsche Bank, ihr Ambitionsniveau weiter in die Höhe zu schrauben. Die Bank hat sich für das Jahr 2021 eine Reihe an ehrgeizigen Zielen gesetzt.

Zweitgrößte Geschäftsbank

Die Sydbank möchte von der dritt- zur zweitgrößten Geschäftsbank des Landes aufrücken und damit ihre Position im Markt weiter stärken. Nordea soll dabei verdrängt werden. Konkret möchte die Sydbank ihr Kreditgeschäft mit kleinen und mittelgroßen Firmen mit 50 bis 499 Angestellten deutlich ausweiten.

„Wir müssen unsere Bekanntheit vergrößern und darauf aufmerksam machen, dass wir hier sind, und dass wir so einiges über das wirtschaftliche Geschehen wissen. Wir haben die Kompetenzen, die nötig sind, und wir haben eine gute Größe, aber wir hatten wohl ein wenig den jütländischen Winkel angelegt, dass wir nicht ständig damit prahlen, wie gut wir sind. Jetzt haben wir uns darauf verständigt, dass wir Ambitionen brauchen“, sagt Direktorin Karen Frøsig.

Erstattung des Geldes für Nerze

Die Sydbank hat 150 Millionen Kronen in der Nerzbranche investiert, die im vergangenen Jahr in Folge der Corona-Krise geschlossen wurde. Vor dem Hintergrund der Einigung auf eine Erstattung für die Nerzzüchter rechnet die Bank jedoch damit, dass diese Investitionen im Laufe dieses Jahres fast vollständig in die Bank zurückfließen. 49 Millionen Kronen, die zuvor als Verlust ausgewiesen worden waren, konnte die Bank bereits aus der Nerzbranche zurückholen.

Schließungen vermeiden

Übergeordnet betrachtet ist Karen Frøsig der Auffassung, dass die Bank gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Die Sydbank erwirtschaftete im Jahr 2020 mit einem Plus von 799 Millionen Kronen nach Steuern ein besseres Ergebnis als noch zu Beginn des Jahres erwartet. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Karen Frøsig für das laufende Jahr optimistisch und rechnet mit einem Gewinn nach Steuern zwischen 850 und 1.150 Millionen Kronen.

„Vor einem Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt sehr verunsichert, welche Bedeutung die Krise bekommen würde, aber sowohl die Sydbank als auch Dänemark insgesamt haben gute Anpassungsfähigkeiten gezeigt. Wir stehen heute besser dar, aber wir müssen um alles in der Welt in jedem Falle eine dritte Schließung verhindern“, sagt Karen Frøsig.

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