Finanzen

Sønderjysk Forsikring stagniert trotz Einnahmeplus

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Apenrade/Aabenraa
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Frank Abel Foto: Lene Esthave, JydskeVestkysten

Die Apenrader Versicherung hat vergangenes Jahr 10,8 Prozent mehr Versicherungsprämien eingenommen – aber auch deutlich mehr auszahlen müssen. Sie macht dafür einen „ungewöhnlichen“ Umstand verantwortlich.

Rund 38 Millionen Kronen mehr hat die Versicherungsgesellschaft Sønderjysk Forsikring im Jahr 2018 eingenommen als noch 2017. „Ein Wachstum von 10,8 Prozent bei den Prämieneinnahmen zeigt klar, dass die Kunden auf uns setzen“, sagt Geschäftsführer Frank Abel in einer Pressemitteilung am Dienstag. „Wir haben 2018 7.000 neue Kunden angenommen, und das freut uns natürlich“, so Abel weiter.

Doch der Gewinn im Versicherungsgeschäft ging relativ deutlich zurück, von 8,9 auf nurmehr 2,5 Millionen Kronen, unter dem Strich steht ein Jahresergebnis von nur 81.000 Kronen – gegenüber fast 16,9 Millionen Kronen in 2017. „Alle Pfeile zeigten in die richtige Richtung beim Versicherungsgeschäft, als wir das dritte Quartal 2018 aufgeschlüsselt hatten, aber dieses Bild änderte sich im November und Dezember, die von vielen Brandschäden geprägt waren“, erläutert Abel. Allein im vierten Quartal habe es neun Großbrände gegeben, was „äußerst ungewöhnlich“ sei.

Wachstumskurs trotz erwarteter und unerwarteter Belastungen

Doch genau für solche unvorhersehbaren Ereignisse sei eine Versicherung eben da, so Abel, der beruhigt: Die Schäden seien breit verteilt und nicht allein den neu aufgetanen Marktgebieten zuzuschreiben, zudem sei nicht mit einer Fortsetzung dieser Schadensentwicklung für 2019 zu rechnen.

Die Versicherung hat erst kürzlich ihren Hauptsitz von Sonderburg an die E45 in Apenrade verlegt und auch ein neues IT-System angeschafft, was künftig Kosten sparen und den Service verbessern soll – zunächst aber (kalkuliert) für hohe Ausgaben sorgte.

Auch bei den Anlagen lief es, wie bei den Versicherungsauszahlungen, unglücklich für die Versicherung: Ein Minus von 6 Millionen Kronen steht für 2018 zu Buche, doch Abel hält fest, dass „der Verlust von 2018 bereits bis auf Weiteres Anfang 2019 wieder zurückgewonnen wurde“.

Das Eigenkapital wurde im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Millionen auf 456,1 Millionen Kronen erhöht.

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