Wirtschaftsförderung

Neues Leben für die Gjenner Bucht

Neues Leben für die Gjenner Bucht

Neues Leben für die Gjenner Bucht

Kalö/Kalvø
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Das Badehotel Kalö befindet sich im Besitz des Immobilienunternehmens „Stenbjerg Ejendomme“ von Hans Michael Jebsen. Seitdem die langjährigen Pächter, Anja und Per Sølbeck, zum Ende des Jahres 2018 ihren Vertrag kündigten, steht das historische Gebäude weitestgehend leer. Foto: Denise Dörries

Mit Pop-up-Aktivitäten will eine Initiativgruppe für frisches Leben auf und um Kalö herum sorgen.

Ein bewilligter Zuschuss in Höhe von 217.140 Kronen und 50 Öre aus dem sogenannten LAG-Programm zur Förderung der Wirtschaft im ländlichen Raum weckt bei der Initiativgruppe „Netværk Genner Bugt“ große Begeisterung.

Mit diesen Fördergeldern kann die Gruppe eine Reihe seiner Ideen verwirklichen, die möglichst für mehr Leben auf und um Kalö herum sorgen sollen.

Ohne Badehotel – was dann?

„Unser Vorhaben hat seinen Ursprung in der Tatsache, dass es nicht gelang, neue Pächter für das Badehotel von Kalö zu finden“, erzählt Margrethe Stenger. Die Betreiberin des Ferienwohnungskomplexes „Naturperlen“ am Sønder Havvej mit Blick auf Kalö und die Bucht von Gjenner ist Vorsitzende des Netzwerkes, dem ideenreiche Menschen aus dem gesamten Raum angehören – von Süderballig (Sønderballe) im Norden bis Sandskær im Süden und Gjenner Hoel im Westen.

„Wir standen damals vor der Frage: Was machen wir dann? Und wir hatten die Idee, dass wir zunächst einmal mit sogenannten Pop-up-Aktivitäten Geschäftsleuten den Standort Kalö und Umgebung schmackhaft machen wollen“, berichtet Margrethe Stenger.

Nicht auf Kalö beschränkt

„Wir wollen sehen, ob es uns nicht gelingen kann, Gastronome aus der Umgebung dazu zu animieren, mal für einen oder mehrere Tage oder vielleicht sogar mehrere Wochen am Stück zu uns zu kommen, um ihre Waren anzubieten. Es muss nicht direkt auf Kalö sein; es kann im ganzen Bereich der Bucht sein. Wir wollen unter anderem eine Art mobile Außenküche anschaffen, die die Gastronomen dann ausleihen können. Sie müssen also nicht in eigenes Equipment investieren“, erläutert Margrethe Stenger einige der Ideen.

Wir wollen sehen, ob es uns nicht gelingen kann, Gastronome aus der Umgebung dazu zu animieren, mal für einen oder mehrere Tage oder vielleicht sogar mehrere Wochen am Stück zu uns zu kommen, um ihre Waren anzubieten.

Margrethe Stenger, Netzwerkvorsitzende

Einen kleinen Vorgeschmack dessen, was künftig verstärkt möglich sein wird, zeigte die Kooperation zwischen dem Apenrader Restaurant „Skyttegården“ und dem Museum „Det Maritime Kalvø“ im Sommer. Das Restaurant verkaufte an mehreren Tagen am Museum selbst gemachtes Eis. „Das war ein Renner!“, freut sich Margrethe Stenger. „Und auch eine Win-win-Situation. An den Tagen konnte das Museum auch sofort mehr Besucher registrieren“, fügt sie hinzu.

Einzigartige Natur

„Wir leben und arbeiten an einem der schönsten Flecken des Landes. Das bestätigen uns auch die vielen Besucher, die eigentlich das ganze Jahr über hierherkommen“, sagt sie. Manche nutzen die einzigartige Natur nur für einen Spaziergang, andere bleiben mehrere Tage. Viele Gäste fragen jedoch nach Speiselokalen oder bloß Imbissbuden, doch diesbezüglich ist die Gegend nur spärlich besetzt.“

Margrethe Stenger und ihre Mitstreiter hoffen, dass Gastronomen durch die recht unverbindlichen Pop-up-Möglichkeiten sehen, welches Potenzial es dort gibt. Am schönsten wäre es, daraus macht auch Margrethe Stenger keinen Hehl, wenn das schöne Badehotel wiederbelebt werden könnte.

Um die vielen Ideen konkretisieren zu können, hat das Netzwerk einen Projektkoordinator eingestellt, der sich gezielt damit beschäftigen kann.

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