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Neue Arbeitsplätze sollen entstehen – das Enstedtwerk wird komplett abgerissen

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Endstedwerk in alten Tagen mit rauchenden Schornsteinen Foto: Archiv

Das Kraftwerk bei Apenrade wird abgerissen. Das steht seit Freitag fest. Die Kommune kauft das Gelände und will damit neue Unternehmen anlocken.

Das Kraftwerk bei Apenrade wird abgerissen. Das steht seit Freitag fest. Die Kommune kauft das Gelände und will damit neue Unternehmen anlocken.

Am Freitagmittag wurde der Vertrag unterzeichnet: Die Kommune Apenrade kauft der Energiegesellschaft DONG Energy das 134.000 Quadratmeter große Grundstück ab, auf dem sich jetzt noch der Block 3 des ehemaligen Enstedtwerkes befindet. Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) bezeichnet die Maßnahme als „strategischen Kauf“, der der Kommune Apenrade ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

„Wir werden die Flächen nutzen können, um neue, große, Arbeitsplätze schaffende Firmen und ganz neue Arten von Unternehmen anziehen zu können. Wir denken, dass die existierenden Kühlkanäle in diesem Bestreben ein wertvolles Pfund sein können, mit dem wir wuchern können“, so Apenrades Bürgermeister.

Die neuen, freiwerdenden Flächen sollen aber nicht die jetzigen Aktivitäten am Apenrader Hafen übernehmen. „Der Kaufvertrag ist im Einvernehmen zwischen Kommune und Hafen ausgehandelt worden. Wir haben im Vorwege dort Flächen erstanden und wir freuen uns, dass wir gemeinsam das Gebiet entwickeln können“, sagt der Vorsitzende des Apenrader Hafens, Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei.

Die Abrissarbeiten für Block 3 werden noch umfassender sein, als die bis Ende des Jahres andauernden Abrissarbeiten von Block 2. 2020 soll dann auch der Block 3 verschwunden sein. Für den Abriss ist das Apenrader Unternehmen Rimeco verantwortlich, das auch das Grundstück mit Block 3 offiziell kauft, um es dann ohne Block 3 der Kommune Apenrade zu verkaufen. Wie Rimeco-Direktor Klaus Peter Riggelsen feststellt, möchte sein Unternehmen mit diesem Manöver gerne dazu beitragen, dass Apenrade als Wirtschaftsstandort vorangebracht wird.

Thomas Andresen
Thomas Andresen unterschreibt den Kaufvertrag. Foto: Cornelius von Tiedemann

Apenrader Hafen hofft auf das Interesse von Industrieunternehmen

Besonders für die Schwerindustrie ein interessanter Standort, meint der Vorsitzende des Apenrader Hafens, Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei. Denn Industrien wie etwa im Bereich Windenergie stellen Waren her, die nicht oder nur umständlich auf der Straße transportiert werden können und von der Nähe zum Hafen profitieren.
Doch noch sei unklar, wer sich auf dem Gebiet an der Förde ansiedeln wird, sagt Andresen:
„Ich bin gespannt, wen wir hier als neuen Nachbarn begrüßen können.“ Der Apenrader Hafen hat sich ein Vorkaufsrecht für das Areal gesichert, will dann an Interessenten vermieten. Dass die sich einfinden werden, davon ist Andresen überzeugt – und er ist „optimistisch, dass man hier auch neue Arbeitsplätze schaffen kann.“
Der Kauf war über längere Zeit vom damaligen Kommunaldirektor, Niels Johannesen, vorbereitet worden. Am Ende ging es dannganz schnell: „Dong wollte gerne verkaufen, und der Zeitpunkt war günstig“, so dessen Nachfolger, Tom Ahmt.

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