Brauchbares Kunsthandwerk

Kalöer Architekten bauen Hängeshelter

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Gjenner/Genner
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Eine schwebende Übernachtungsstätte für den Campingplatz in Gjenner erhält Kunstfond-Mittel. Die Stiftungskommission lobt das Projekt als „gelungene Kombi aus Funktion und Handwerk".

Eine sogenannte Hänge-Zuflucht (Hængende ly) bekommt vom Jyske Kunstfond finanzielle Unterstützung in Höhe von 100.000 Kronen. Unterstützt wird die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Gewerbe, wobei das Architektenbüro Stedse Aps (Kalö) der künstlerische Partner ist und der Campingsplatz Genner Hoel/High Park der gewerbliche.

Marianne Dalbøl Pedersen von Stedse erläutert: „Wir stellen uns eine schwebende Übernachtungsstätte vor.“ Diese soll indes nicht in einem Baum hängen. Sondern viel mehr an einem unsichtbaren Seil. Und um eine solche schwebende „Koje“ zu bauen, arbeitet das Architektenbüro mit „Aarøsund Bådebyggeri“ zusammen. Denn der Bootsbauer kennt sich aus mit dem Dampfbiegen von Holz.

Neudenken wird honoriert

Das Projekt ist eines von 24 neu denkenden, denen die Kommission unter die Arme greift.
Die Kommission lobt das „Neudenken von Funktion und Handwerk“ in seiner Bewertung. Die Idee sei kulturell innovativ.
Die Hänge-Zuflucht besteht aus unter Dampf gebogenem Holz. Sie soll auf dem Campingplatz in Gjenner hängen und Prototyp sein. Das Architektenbüro Stedse Aps steht hinter Idee und Ausführung.
Bisher gibt es noch keinerlei Zeichnung oder gar Foto, so Pedersen auf Nachfrage.
Die Projektidee allerdings zeigt, „was Design, Architektur und hoch spezialisiertes Holzhandwerk zustande bringen können“, so die Begründung von Jyske Kunstfond.

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