Coronavirus

Sinkende Corona-Zahlen in Nordschleswig

Sinkende Corona-Zahlen in Nordschleswig

Sinkende Corona-Zahlen in Nordschleswig

Nordschleswig
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Hier in Tondern sind die Corona-Zahlen wie auch in Hadersleben und Apenrade rückläufig. Foto: Monika Thomsen

Im Vergleich zu den großen Städten Kopenhagen, Aarhus und Odense ist die Ansteckungsgefahr in Nordschleswig deutlich geringer. Insbesondere in Apenrade sehen die Corona-Werte gut aus

Am Montag ordnete die Regierung einen Shutdown in 38 Kommunen an. Insbesondere in der Hauptstadt, in Odense und in Aarhus waren die Corona-Werte in der vergangenen Woche allzu sehr in die Höhe geschnellt.

Ganz anders sieht die Entwicklung in Nordschleswig aus. In drei der vier Kommunen des Landesteils ist die Zahl der Neuinfektionen im Laufe der vergangenen Woche gesunken.

Apenrade in der Top sieben

Insbesondere in Apenrade (Aabenraa) sieht es mittlerweile sehr gut aus. Hier lag die wöchentliche Inzidenz (Anzahl von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) bei 22. Das ist nur knapp über der Grenze von 20, ab der die Behörden von einem Risikogebiet sprechen.

Nur sechs dänische Kommunen haben einen niedrigeren Wert. Diese liegen alle in Nordjütland, wo die Werte nach dem Lockdown im November besonders niedrig sind.

Sinkende Werte in Tondern und Hadersleben

Auch in Tondern (Tønder) und Hadersleben (Haderslev) ist die Inzidenz in der vergangenen Woche deutlich gesunken. In Hadersleben liegt der Wert am Montag bei 38, eine Woche früher lag er noch bei 52. Tondern hatte vor zwei Wochen Inzidenzwerte deutlich über 100. Nun liegt er bei 59 im Vergleich zu 94 eine Woche vorher.

Allein in Sonderburg (Sønderborg) hat das Serum Institut einen leichten Anstieg von 69 auf 74 registriert.

Doch auch Sonderburg ist von den Rekordwerten in der Hauptstadt noch sehr weit entfernt. In der Kommune Kopenhagen lag der Wert am Montag bei 430. In der Vorstadt Herlev sogar bei 570.

Niedrige Werte in Südschleswig

Unmittelbar südlich der Grenze sieht es sogar noch besser aus. Laut Robert Koch-Institut ist die Inzidenz in der Stadt Flensburg bei 20. 18 Fälle hat das Institut dort in den vergangenen sieben Tagen registriert.

Im Landkreis Schleswig-Flensburg beträgt die Inzidenz sogar nur 8,5. Im Kreis Nordfriesland liegt sie mit 23,5 ein wenig höher.

Damit unterscheidet sich der Norden Deutschlands deutlich von Rest des Landes. Eine Tatsache, die auch von der dänischen Tageszeitung „Berlingske“ bemerkt worden ist.

Chefredakteur Jørgen Møllekjær von „Flensborg Avis“ meint, dass die Grenznähe eine Rolle spielen könnte.

„Es gibt wenig Verkehr über die Grenze, und wir bleiben vielleicht noch mehr als andere zu Hause, denn andere können nach links oder rechts, oben oder unten fahren“, sagt er zu „Berlingske“.

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