Seniorenpolitik

Warum die Apenraderinnen und Apenrader am 18. August zum Bürgertreffen gehen sollten

Warum alle am 18. August zum Bürgertreffen gehen sollten

Warum alle am 18. August zum Bürgertreffen gehen sollten

Apenrade/Aabenraa
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Ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben im Alter steht bei dem Bürgertreffen im Mittelpunkt. Foto: dpa

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Es geht bei einer Großversammlung um die kommunale Seniorenpolitik der Zukunft.

Dieter Johannsen hält den 18. August für ein wichtiges Datum, den sich alle Apenraderinnen und Apenrader in ihren Kalendern ankreuzen sollten. An dem Donnerstag findet im „Folkehjem“ ein Bürgertreffen zur kommunalen Senioren- und Würdepolitik der Zukunft statt, für das er sich möglichst viele Teilnehmende erhofft.

Der ehemalige Stadtratsabgeordnete in der einstigen Kommune Tingleff (Tinglev), Dieter Johannsen aus Bülderup-Bau (Bylderup-Bov), ist nicht nur gemeines Mitglied des Apenrader Seniorenrates, sondern derzeit dessen kommissarischer Vorsitzender, nachdem sich der bisherige Vorsitzende Jens-Christian Ingwersen im Juni gesundheitsbedingt zurückgezogen hat.

Aktive Mitarbeit

Die Senioren- und Würdepolitik der Kommune Apenrade ist unter Mitwirkung des Seniorenrates überarbeitet worden. „Die Politik liegt jetzt als Entwurf vor und sieht auch gut aus“, findet Johannsen. Allerdings sei es wie immer in der Politik mit einem geschriebenen Wort so eine Sache. Was schwarz auf weiß gut aussieht, muss nicht unbedingt in die Praxis umgesetzt werden können.

Dieses Problem sieht auch Johannsen gegeben. „Die Bürgerinnen und Bürger haben bei dem Bürgertreffen die Gelegenheit, selbst Einfluss auf die Senioren- und Würdepolitik ihrer Kommune zu nehmen“, sagt der kommissarische Seniorenratsvorsitzende.

„Als Betroffener oder Angehöriger ist man sicherlich aufmerksamer auf die Details und kann besser einschätzen, was sinnvoll ist und was nicht“, ist Dieter Johannsen überzeugt.

Die Bürgerinnen und Bürger haben bei dem Bürgertreffen die Gelegenheit, selbst Einfluss auf die Senioren- und Würdepolitik ihrer Kommune zu nehmen.

Dieter Johannsen, kommissarischer Vorsitzender des Apenrader Seniorenrates

Alles wird teurer

Darüber hinaus muss schon jetzt bedacht werden, dass weniger Geld zur Verfügung stehen wird, selbst wenn die Summe unverändert bleibt. Zum einen wird alles teurer, und zum anderen steigt die Anzahl der älteren Bürgerinnen und Bürger an. „Mit zunehmendem Alter steigt auch der Pflegebedarf“, fügt Johannsen hinzu. Darüber hinaus sei auch der zunehmende Pflegekraftmangel ein ganz großes Thema der Zukunft.

Neue Ziele

In dem Entwurf zur neuen Senioren- und Würdepolitik haben sich die Kommunalpolitikerinnen und -politiker dennoch auch neue Ziele gesteckt. „Das ist auch fein mit guten Vorsätzen. Wenn aber kein Geld da ist, um sie zu verwirklichen, dann wären sie eigentlich ohne Wert“, findet der kommissarische Seniorenratsvorsitzende. Aber genau da hofft er auf wichtigen Input der Apenraderinnen und Apenrader. Sie haben womöglich die Lösungen für das Problem, ist zumindest die Hoffnung des Seniorenrates. „Sie wissen vielleicht, wo in der Praxis Geld gespart werden kann, ohne dass es Einbußen beim Serviceniveau gibt“, formuliert es Johannsen und hofft, dass möglichst viele der Einladung folgen.

Keine Langeweile

Er betont, dass die Apenraderinnen und Apenrader keine Angst vor einem langweiligen „Frontalunterricht“ haben müssen. Die Teilnehmenden werden auf verschiedene Arbeitsgruppen aufgeteilt, um dann in kleinerer Runde verschiedene Problemstellungen zu diskutieren. In der Hoffnung, dass so neue Lösungsansätze gefunden werden.

Die Ergebnisse sollen dann in verschiedenen Gremien der Kommune Apenrade – auch im Seniorenrat – diskutiert werden.

Ziel und Zweck ist es, vieles von dem, was bei dem Bürgertreffen erarbeitet wurde, dann in die künftige Senioren- und Würdepolitik einfließen zu lassen.

Anmeldungen werden bis 11. August per E-Mail an msjes@aabenraa.dk entgegengenommen.

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