Volksfest

Spannendes Stechen entscheidet Apenrader Ringreiten

Spannendes Stechen entscheidet Apenrader Ringreiten

Spannendes Stechen entscheidet Apenrader Ringreiten

Apenrade/Aabenraa
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Kronprinzessin Sanne Schrøder Hansen, König Torben Kaufmann und Prinz Jesper Kohls Foto: Karin Riggelsen

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Torben Kaufmann aus Wollerup schnappte sich als Einziger den fünf Millimeter großen Ring.

Torben Kaufmann, Wollerup, hat das zweitägige Ringreiten von Apenrade gewonnen. Er setzte sich in einem spannenden Stechen gegen die starke Konkurrenz durch. Insgesamt zählte das zweitägige Turnier 227 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Am Freitag hatte sich schon die Spreu vom Weizen getrennt. Nur 26 Reitende hatten alle 30 Durchgänge fehlerfrei geschafft. Am Sonnabend hatte sich das Feld der Königsanwärterinnen und -anwärter auf 14 dezimiert.

Wie stark das Stechen besetzt war, lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass sieben Durchgänge mit immer kleiner werdenden Ringen bedurfte, als sich schließlich in der achten Runde des Stechens nur noch zwei Teilnehmende „duellierten“.

Neben Torben Kaufmann hatte es auch Sanne Schrøder Hansen so weit fehlerfrei geschafft. Mittlerweile maß die Lochgröße nur noch fünf Millimeter.

Bis dahin hatte die junge Reiterin aus Aabel (Åbøl) sämtliche Ringe souverän vom Galgen geholt. Im entscheidenden Moment setzte sich die ganze Erfahrung von Torben Kaufmann durch. Sanne Schrøder Hansen verpasste das Loch knapp, während der Wolleruper den Ring souverän aufspießte. Triumphierend reckte der neue König von Apenrade seine Lanze mit dem Ring in die Höhe und ließ sich vom Publikum bejubeln.

Konzentriert reitet Torben Kaufmann auf den Ring zu ... Foto: Karin Riggelsen
Geschafft Foto: Karin Riggelsen

Sanne Schrøder Hansen freute sich allerdings auch sehr über den Kronprinz(essinn)entitel.

Um den Prinzen oder die Prinzessessin der 2022er Auflage des Apenrader Ringreitens zu ermitteln, musste der Rittmeister noch einmal Anja Iversen, Südalsen (Sydals), Jesper Kohls, Norderhostrup (Nr. Hostrup), und Lars Appel, Rangstrup, an den Galgen bitten. Hier reichte dann ein Durchgang. Da es Jesper Kohls als einzigem der drei Teilnehmenden gelang, den Ring mit seiner Lanze aufzuspießen, während die Konkurrenz patzte, durfte auch er sich vom Publikum feiern lassen.

Bei den Kindern und Jugendlichen hatte sich Caroline Kolmos aus Norburg (Nordborg) durchgesetzt.

Das schöne Wetter hatte viel Publikum auf den Ringreiterplatz gelockt. Unter vielen hundert Schaulustigen waren auch zwei Männer mit ganz viel Fachwissen.

Der 95-jährige Jes Jepsen aus Hüdewatt (Hydevad) und der 90-jährige Nicolai Matzen aus Apenrade nehmen zwar längst nicht selbst aktiv mehr teil, aber verfolgten mit großem Interesse das Abschneiden ihrer Kinder, Enkelkinder und Urenkelkinder.

Damit die große Familie Platz findet, wurde ein großes Partyzelt aufgebaut. Die beiden besten Plätze im Zelteingang sind den beiden Nestoren des Ringreiterclans vorbehalten. Neun ihrer Nachfahren waren beim diesjährigen Apenrader Ringreiten aktiv – in verschiedenen Altersklassen und mit unterschiedlichem Erfolg. Beim Königsstechen war der Clan ebenfalls vertreten. Vier Generationen am Partyzelt fieberten mit Karina Toftebjerg mit, doch alles Daumendrücken reichte nicht. Sie scheiterte bereits im dritten Durchgang. Lob gab es dennoch.

Die Gewinnerlisten 2022

Ausgelassene Ringreiter-Zuschauer Foto: Karin Riggelsen
„Früh übt sich, wer ein Meister werden möchte.“ Foto: Karin Riggelsen
Pause für Ross und Reiter Foto: Karin Riggelsen
Auch der Jahrmarkt ist gut besucht und bietet abwechslungsreiche Fahrvergnügen. Foto: Karin Riggelsen
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