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Makrelenessen 2024: Lecker und informativ

Makrelenessen 2024: Lecker und informativ

Makrelenessen 2024: Lecker und informativ

Apenrade/Aabenraa
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Der Stadtratsabgeordnete Erwin Andresen (mit Zeigestock am Bildschirm) präsentierte einige der Ergebnisse des Sonderausschusses, der sich mit der Stadtentwicklung in Hafennähe befasst hat. Foto: privat

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Der ARV und der BDN-Ortsverein Apenrade luden gemeinsam zu der Veranstaltung im Ruderhaus ein, die gleich mehrere gute Gründe zur Teilnahme liefert.

Das Makrelenessen im Vereinshaus des Apenrader Rudervereins (ARV) hat gute Chancen zu einer neuen Tradition zu werden. Zum dritten Mal fand die Veranstaltung statt, die Kulinarisches mit Information und Geselligkeit kombiniert. Deshalb gibt es gleich mehrere gute Gründe, der Einladung zu folgen. Trotz hausgemachter Konkurrenzveranstaltung und wechselhaftem Schietwetter genossen über 30 Mitglieder das Angebot – ein großer Teil der neueren ARV-Mitglieder war just an dem Tag auf großer Kajak-Exkursion.

Für den verhinderten ARV-Vorsitzenden Peter Asmussen hatte sein Stellvertreter Rüdiger Bartling die Begrüßung übernommen.

Rückblick auf die Sturmflut

In eindrucksvollen Bildern und Videos zeigte er bei der Veranstaltung, wie sich die verheerende Sturmflut im Oktober 2023 quasi von Stunde zu Stunde entwickelt hatte, die schließlich das Ruderhaus unter Wasser setzte und enorme Schäden an Gebäude und Einrichtung anrichtete.

Bartling richtete in diesem Zusammenhang einen großen Dank an den Hauptverein des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), der mit seiner finanziellen Soforthilfe den ARV-Mitgliedern die ärgsten Sorgen nahm und ihnen somit auch die nötige Energie für den Wiederaufbau einimpfte. 

In der Bilderschau von Rüdiger Bartling wurde deutlich, dass seitens der Mitglieder dennoch eine große Kraftanstrengung nötig war, um so schnell wieder den Vereinsbetrieb aufnehmen zu können.  

Dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, davon hatten sich die Gäste bei einem Rundgang durch das Ruderhaus selbst überzeugen können.

Christel Drexel hatte nicht nur eine riesige Portion Soleier gekocht, sondern hatte die Eier auch noch fein säuberlich gepellt, halbiert und fachgerecht gewürzt. Foto: privat

Amuse-Gueule á la Nordschleswig

Kulinarisch wurden die Teilnehmenden mit hausgemachten Soleiern begrüßt. Christel Drexel hatte die nordschleswigsche Spezialität sogar mit Senf, Tabasco und weiteren Gewürzen lecker angerichtet, so dass die Gäste den herzhaften Gaumenkitzel nur noch in den Mund schieben mussten.

Das Hauptgericht bestand diesmal aus Makrelenfilets aus der Fischräucherei „Kalvø Fisk“. Die Beilagen – Kartoffelsalat und Tomatensalat – stammten wie das spätere Dessert aus der Küche des Badehotels auf Kalö (Kalvø).

Das Menü bestand aus Makrelenfilet, Kartoffelsalat und Tomatensalat; als Dessert gab es anschließend „Verschleiertes Bauernmädchen“. Foto: privat

Wirtschaftshafen Apenrade

Gastredner des Nachmittags war Kommunalpolitiker Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei (SP). Als Vorsitzender des Apenrader Hafenausschusses sprach er nicht nur über den Handelshafen und dessen Relevanz für die hiesige Wirtschaft, sondern berichtete auch darüber, welche Lehren der Hafenausschuss und der Stadtrat aus den gemachten Erfahrungen nach der Sturmflut im Herbst 2023 gezogen hatte. 

Obwohl das Schöpf- und Sperrwerk an der Mündung der Mühlenau zu dem Zeitpunkt noch längst nicht fertiggestellt war, konnte es jedoch schon seinen Wert für künftige Hochwasser unter Beweis stellen. Durch die Öffnung der Schleusentore am 20. Oktober konnte zumindest eine Überschwemmung im Hinterland verhindert werden. 

Ergebnisse des §17.4-Ausschusses

Von großem Interesse für den Apenrader Hafen sind zudem die erst kürzlich vorgelegten Ergebnisse des vor einem Jahr gebildeten Ad-hoc-Ausschusses unter dem Vorsitz von Ex-Bürgermeister Thomas Andresen (V). Dieser sogenannte §17.4-Ausschuss beschäftigt(e) sich gezielt mit der Stadtentwicklung in Hafennähe, wobei auch die Klimasicherung eine gewichtige Rolle spielt. 

Die beiden Veranstalter des Makrelenessens – ARV und BDN Ortsverein Apenrade – haben sich bereits auf eine Fortsetzung der Tradition im kommenden Jahr verständigt. Vormerken sollten sich Interessierte deshalb gerne schon den ersten Sonnabend im Monat Juni. 

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