Wahlvorbereitung

Einfach(er) für die Demokratie aktiv werden

Einfach(er) für die Demokratie aktiv werden

Einfach(er) für die Demokratie aktiv werden

Apenrade/Aabenraa
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Um Wahlen durchführen zu können, werden jede Menge helfende Hände und Köpfe benötigt. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

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Die Kommune Apenrade hat bereits Vorkehrungen für eine kommende Folketingswahl getroffen. Künftig sind auch „Halbtagsjobs“ für Wahlhelfende möglich.

Spätestens am 4. Juni 2023 findet die nächste Folketingswahl statt. Bis zu diesem Datum sind es noch mehr als elf Monate hin – ganz viel Zeit also, könnte man meinen. Die Kommune Apenrade ist aber schon jetzt auf den Fall der Fälle vorbereitet, obwohl bis dahin noch viele Stadtratssitzungen auf dem Terminkalender stehen. Allerdings könnte die Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) auch vorher die Wahl ausrufen. Den genauen Zeitpunkt bestimmt sie.

„Wenn es blöd läuft, könnte es erforderlich sein, dass wir in der Sommerpause zu einer Sondersitzung des Stadtrates einberufen müssen, nur um die Statutarien zu erledigen“, erläutert Apenrades Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Kons.) weshalb es ihm ein Anliegen war, den Punkt schon in der vergangenen Woche auf die Tagesordnung zu bringen – der letzten Versammlung vor der Sommerpause.

Einem Wähler wird der Stimmzettel überreicht.
Im Haberslunder Wahllokal lief bei den Folketingswahlen 2019 alles familiär und gemütlich, aber dennoch ordnungsgemäß und vorschriftsmäßig ab. Foto: Karin Riggelsen

Wichtige Beschlüsse

So hat der Kommunalrat am Mittwochabend zum Beispiel Beschlüsse dazu gefasst, wo eine Briefwahl möglich sein wird, wie hoch die Diäten für die Wahlvorstände, Wahlleiterinnen und Wahlleiter sind und wo Wahlhelfende bei den nächsten Folketingswahl sein sollen.

Noch interessanter ist sicherlich für die Bürgerinnen und Bürger der Kommune die Tatsache, dass es ihnen künftig einfach(er) und damit auch schmackhaft(er) gemacht wird, sich in den Dienst der Demokratie zu stellen.

Es wird offensichtlich immer schwieriger, genug Helferinnen und Helfer zu finden, die einen ganzen Tag aus ihrem Kalender reißen wollen, um für den reibungslosen Ablauf der Wahl und der Stimmenzählung zu sorgen, weshalb der Kommunalrat nun entschieden hat, eine Art „Schichtdienst“ einzuführen.

Alf Ingfeldt zieht den Vorhang der Abstimmungskabine zu.
Alf Ingfeldt gehörte 2019 zu den offiziellen Wahlhelfern in Haberslund. Foto: Karin Riggelsen

Lange Dienste schrecken ab

Die zum Teil sehr langen Dienste von 7 Uhr bis unter Umständen weit nach Mitternacht und das recht bescheidene Entgelt haben in der Vergangenheit doch einige Interessierte abgeschreckt. „Insbesondere Berufstätigen ist es nicht möglich, so viele Stunden für einen solchen Job abzusetzen“, begrüßte der Fraktionssprecher von Venstre, Thomas Andresen, die Entscheidung.

Wer sich in der Kommune Apenrade als Wahlhelferin oder Wahlhelfer zur Verfügung stellen möchte, kann sich deshalb bei der nächsten Folketingswahl erstmals für eine „Halbtagsschicht“ entscheiden.

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