Deutsche Schule Tingleff

„Da ist das Ding“: Gestifteter Pokal ist doch tatsächlich noch da

„Da ist das Ding“: Gestifteter Pokal ist doch tatsächlich noch da

„Da ist das Ding“: Gestifteter Pokal ist tatsächlich noch da

Tingleff/Tinglev
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Es gibt ihn: Der Hubert-Brase-Pokal der Deutschen Schule Tingleff Foto: kjt

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Was ist aus dem Hubert-Brase-Sportpokal geworden, der 2010 anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Deutsche Schule Tingleff nach Wiederbeginn gestiftet wurde? Diese Frage haben sich die Spender der Abgangsjahrgänge 1958/59 immer wieder mal gestellt, denn ihr Pokal schien in Vergessenheit geraten oder gar verschwunden zu sein. Der Pokal existiert aber noch und könnte nun (endlich) zum Einsatz kommen.

„Da ist das Ding“, tönte Torwartlegende Oliver Kahn 2001 euphorisch in die Kamera, als er die Champions League-Trophäe in die Höhe streckte, die er mit dem FC Bayern München gewann.

Gleiches werden womöglich die Abgangsjahrgänge 1958/59 der Deutschen Schule Tingleff denken oder rufen, wo doch der verschollen geglaubte Pokal, den die Jahrgänge aus alter Verbundenheit der Schule 2010 spendeten, noch vorhanden ist.

Bei einem Besuch in der Schule und einem Blick auf den Pokalschrank im Flur zum Lehrerzimmer gab es keinen Zweifel: Den Pokal gibt es noch. Er steht in Reih und Glied neben anderen Trophäen.

Kaum beachtet, existiert aber noch: der Hubert-Brase-Pokal auf dem Pokalschrank der Tingleffer Schule. Foto: kjt

Verschwunden ist der Pokal also nicht, der in Erinnerung an den verstorbenen früheren Schulleiter (1926 bis 1960) Hubert-Brase-Pokal genannt wurde und als Auszeichnung für die Sportlerin oder den Sportler des Jahres an der Schule gedacht war. 

Ladenhüter

„Das Ding“ hat aber offensichtlich nie Anwendung gefunden und ist in der Schule zum Ladenhüter geworden. Dass die ersten Realschuljahrgänge nach Wiederbeginn den Pokal im Rahmen der Jubiläumsfeier überreicht hatten, scheint im Verbogenen geblieben zu sein. 

„Ich habe von diesem Pokal in meiner Zeit an der Schule nichts gehört“, so die Reaktion von Schulleiter Tim Nissen.

Wird eine Schülerin oder ein Schüler den Brase-Pokal bald entgegennehmen? Foto: kjt

 

Da er den Ursprung des Pokals und die wohlgemeinte Absicht der Spendenden nun kenne, böte es sich an, den Pokal auch wirklich zu vergeben. „Das könnte in Verbindung mit den Bundesjugendspielen sein oder bei anderen Sportereignissen. Wir werden da noch einmal in uns gehen“, signalisierte Nissen die Bereitschaft, den gestifteten Pokal für sportliche Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers endlich anzuwenden.

Es liege dabei nahe, die Schülerschaft darüber aufzuklären, wer Hubert Brase war und welche Bedeutung er für die Schule hatte, ergänzt der heutige Schulleiter.

Der Sportpokal wurde dem ehemaligen Schulleiter Hubert Brase (1926-1960) gewidmet. Foto: kjt

Dass es mit der Pokalvergabe, wenn auch verspätet, klappen soll, hört Erwin Iwersen vom Jahrgang 58/59 gern. 

Iwersen bemüht sich um den Kontakt der damaligen Jahrgänge und ist treibende Kraft beim Planen von Ehemaligentreffen. Iwersen war es auch, der 2010 zusammen mit Klassenkameradinnen und -kameraden von einst den Pokal an die Schule überreichte. Der Pokal ist bei den Ehemaligentreffen immer wieder mal Thema, hat man doch nie etwas von einer Pokalüberreichung gehört.

Das sei doch super, dass der Pokal vorhanden ist, so die Reaktion des Mitstifters.

„Wir dachten an einen Wanderpokal und fänden es eine tolle Sache, wenn die Schülerinnen und Schüler selbst die Sportlerin oder den Sportler des Jahres wählen. Das überlassen wir aber der Schule“, so Iwersen.

Nun sind alle gespannt, wer „das Ding“ zum ersten Mal bekommt.

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