Verkehr

Über Pepersmark in den Apenrader Hafen

Über Pepersmark in den Apenrader Hafen

Über Pepersmark in den Apenrader Hafen

aha/ks
Handewitt/Pepersmark/Apenrade
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Das Transportunternehmen Torben Rafn aus Sommerstedt ist auf Schwerlasttransporte mit Überlänge und Überbreite spezialisiert. Foto: Karsten Sörensen

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Ein 426 Tonnen schwerer Transformator arbeitete sich in Millimeterarbeit durch die Nacht. Bis zur Grenze begleiteten deutsche Beamte den Schwerlasttransport aus Handewitt.

Die Tatsache, dass die Straßen wegen des wichtigen Gruppenspiels der deutschen Fußballmannschaft gegen die Ungarn am Mittwochabend recht frei waren, erleichterte einen Schwerlasttransport, der sich im Schneckentempo seinen Weg von Handewitt (Hanved) über Pepersmark (Pebersmark) zum Hafen in Apenrade (Aabenraa) bahnte.

Ein über 426 Tonnen schwerer Transformator aus dem Umspannwerk Handewitt musste zunächst mit Kränen verladen und gesichert werden, ehe Polizeikräfte des Polizeireviers Autobahn und Bezirksreviers Nord den gigantischen Schwertransport bis an die deutsch-dänische Grenze bei Pepersmark begleiten konnten.

Kreuzungen und Einmündungen der Fahrtroute mussten nicht nur durch Begleitfahrzeuge abgesperrt werden. Teilweise mussten auch Verkehrszeichen abgebaut und anschließend wieder aufgestellt und der Fahrbahnuntergrund mit Stahlplatten gesichert werden. Foto: Karsten Sörensen

Ein Spezialunternehmen aus dem dänischen Sommerstedt (Sommersted) bei Hadersleben (Haderslev) hatte gegen 22 Uhr die Frachtaufgabe übernommen.

Das schwere Stromaggregat wurde von einem Auflieger mit 22 lenkbaren Achsen, sowie einem weiteren Lkw, der den Zug vom Heck aus schob, teils in Millimeterarbeit durch die engen Straßen manövriert.

Bereits im Vorweg mussten für das fast 100 Meter lange Lkw- und Aufliegergespann an Kreuzungen und Einmündungen der Fahrtroute Verkehrszeichen abgebaut, sowie Stahlplatten zur Sicherung des Fahrbahnuntergrundes verlegt werden.

Fußballspiel sicherte geringen Verkehr

„Uns kommt zugute, dass heute Abend während des Transportes zufällig das EM-Fußballspiel Deutschland gegen Ungarn läuft“, sagte ein Polizeibeamter aus Schleswig, der den Schwertransport am Mittwochabend mit eingesetzten Streifenwagen begleitete, „die Straßen sind ja fast vollkommen leer", fügte er erläuternd hinzu.

Die Fahrt ging bis in die frühen Morgenstunden ohne besondere Vorkommnisse und Schäden über die Bühne. Der Transportzug konnte nach Mitternacht für den Weitertransport an der Grenze an dänische Polizeikräfte übergeben werden.

Die Bilder zeigen das gewaltige Ausmaß des Transportes, aufgenommen am Mittwochabend im Bereich der B199 in Handewitt.

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