Grenzlandgeschichte

Erweiterte Neuauflage des Standardwerks „Juden in Flensburg“

Erweiterte Neuauflage des Buchs „Juden in Flensburg“

Erweiterte Neuauflage des Buchs „Juden in Flensburg“

Flensburg/Flensborg
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In Flensburg erinnern Stolpersteine an das Schicksal jüdischer Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, die dem Antisemitismus ausgesetzt worden und dem Terror während der Nazi-Herrschaft zum Opfer gefallen sind. Foto: shz

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Die Jüdische Gemeinde in Flensburg präsentiert Donnerstag das von Bettina Goldberg verfasste Buch in der Bürgerhalle des Rathauses der Fördestadt. Das Werk umfasst jetzt auch die Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit.

Seit Jahren ist das Standardwerk „Juden in Flensburg“ vergriffen. Die Autorin, die Historikerin und Lehrbeauftragte Dr. habil. Bettina Goldberg, hat das Buch jetzt überarbeitet und erweitert. Am Donnerstag, 31. März, 17 Uhr, wird das in der Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Band 62, erschienene neue Buch in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses vorgestellt.

Grußworte der Bürgermeisterin

Während der Veranstaltung spricht Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) ein Grußwort. Die Autorin Bettina Goldberg wird eine Einführung in ihr Werk geben.

Bettina Goldberg hat eine Reihe von Büchern zur Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein geschrieben. Foto: shz

Es umfasst die Geschichte des jüdischen Lebens seit dessen Anfängen in Flensburg im 17. Jahrhundert ebenso wie die Verfolgung und Ermordung von Flensburger Juden in den 1930er und 1940er Jahren sowie die Wiedergeburt der jüdischen Gemeinschaft in der Stadt in der jüngeren Vergangenheit. So werden die heutige Gemeinde, deren Mitglieder, Aktivitäten und Entwicklung beschrieben. Das Buch ist reich illustriert, auch mit Fotos von Flensburger Jüdinnen und Juden.

Foto: Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte

Die Geschichte der Flensburger Juden ist Teil der jüdischen Geschichte im ehemaligen Herzogtum Schleswig, in dem den Juden bis Mitte des 19. Jahrhunderts während der Zugehörigkeit des Gebietes zum dänischen Gesamtstaat die freie Niederlassung verwehrt wurde. Die Stadt Friedrichstadt war im Herzogtum als religiöse Freistadt der einzige Ort mit einer größeren jüdischen Gemeinde.

Teil der Geschichte Nordschleswigs

Im heutigen Nordschleswig lebten nur wenige Juden. Nach 1920 zählten sich einige wenige zunächst der deutschen Minderheit nach der Eingliederung des Gebietes in den dänischen Staat verbunden.

Mitgearbeitet hat an dem Buch der Flensburger Journalist Bernd Philipsen. Die Autorin ist für ihr Werk nach der Veröffentlichung der ersten Auflage 2012 mit dem Geschichtspreis der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte ausgezeichnet worden.

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