Deutsche Minderheit

Nordsee Akademie Leck Treffpunkt für Platt und Sønderjysk

Nordsee Akademie Leck Treffpunkt für Platt und Sønderjysk

Nordsee Akademie Leck Treffpunkt für Platt und Sønderjysk

Leck/Læk
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Die Sprachenvielfalt im Film „Der Krug an der Wiedau" ist auch Thema beim „Barcamp Platt Drift“ in der Nordsee Akademie Leck. Foto: Volker Heesch

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Die Bildungsstätte in Südtondern veranstaltet zusammen mit dem Kulturknotenpunkt Nordwest und dem Zentrum für Niederdeutsch am Sonnabend, 9. April, 19 Uhr, ein kostenloses „Barcamp“: Eingeladen sind auch Nordschleswiger und Sprecher des dänischen Grenzlanddialekts. Dirk Andresen stellt den Film „Der Krug an der Wiedau“ vor.

Der Film „Der Krug an der Wiedau“ unter Mitwirkung von Darstellerinnen und Darstellern aus dem deutsch-dänischen Grenzland hat das Interesse an der Sprachenvielfalt in Süd- und Nordschleswig erhöht.

Offene Veranstaltung

Das ist auch ein Anlass der Nordsee Akademie in Leck zum „Barcamp Platt drift“, bei dem am Sonnabend, 9. April, von 10 bis 18 Uhr unter anderem Neugier auf die niederdeutsche Sprache geweckt werden soll, auch Interessierte aus Nordschleswig einzuladen, um den Blick für die nördlich der Grenze verbreitete Regionalsprache Sønderjysk zu öffnen.

Ein Barcamp ist ein offenes Veranstaltungsformat, bei dem die Beteiligten das Programm und ihre Themen selbst einbringen. Dazu haben sich die Bildungsstätte in Südtondern, der Kulturknotenpunkt Nordwest und das Zentrum für Niederdeutsch im Landesteil Schleswig zusammengetan.

Anmeldung online

Das gesamte Programmangebot kann unter https://www.nordsee-akademie.de/programm/einzelansicht-barcamp-1/663 nachgelesen werden. Eine Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung, bei der es auch Verpflegung und ein Kulturangebot gibt, ist über den Link „let’s meet“ https://lets-meet.org/reg/b2490019a68959baeb möglich. Mit von der Partie ist „Sønderjysk“-Filmdarsteller, Kleinkünstler und Rezitator Dirk Andresen aus Tondern (Tønder), der im Film „Der Krug an der Wiedau“ eine tragende Rolle spielt.

In dem Streifen „Der Krug an der Wiedau“ sind auch Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (l.) und Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen zu sehen. Foto: Volke Heesch

So steht auch der besonders auch in den Reihen der deutschen Minderheit fest verankerte dänische Dialekt während des Barcamps auf der Tagesordnung, dessen Überschrift „Platt drift“ Eifer, Tatkraft und Leidenschaft für die Regionalsprache ausdrückt, die historisch als frühere norddeutsche Hochsprache viele Wörter geliefert hat, die Teil der dänischen Sprache geworden sind.

Dirk Andresen ist beim „Barcamp" dabei, er beherrscht die wichtigen Grenzlandsprachen und ist ein unterhaltsamer Bühnendarsteller. Foto: Volker Heesch

Dirk Andresen wird Auskunft geben, wie beim Grenzland-Filmprojekt, in dem die friesische Sprache ebenfalls im Mittelpunkt stand, die Verständigung geklappt hat. Während der Veranstaltung am 9. April sind sämtliche Sprachen, also auch Hochdeutsch, willkommen. Thema wird aber auch sein, wie sich die Situation von Sønderjysk und Plattdeutsch (Plattdütsch) im Alltag gestaltet.

Tonderner Bürgermeister spricht Dialekt

Eine Tatsache ist, dass mit Wahl des Politikers der Schleswigschen Partei (SP), Jørgen Popp Petersen, zum Bürgermeister der Kommune Tondern der nordschleswigsche Dialekt Sønderjysk bei Interviews landesweiter Medien mit dem Vertreter der deutschen Minderheit landesweit zu Gehör gebracht wird.

Die Veranstaltung in der Nordsee Akademie wird vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert. Am Nachmittag präsentiert in Leck die „Tüdelband“ aus Hamburg das Live-Hörspiel „AHAB“ mit Musik.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“