Deutsch-dänische Grenzregion

SP und SSW verurteilen den Überfall auf die Ukraine

SP und SSW verurteilen den Überfall auf die Ukraine

SP und SSW verurteilen den Überfall auf die Ukraine

Apenrade/Aabenraa
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Der SP-Vorsitzende Carsten Leth Schmidt (l.) und der neue SSW-Landesvorsitzende Christian Dirschauer unterstrichen in Apenrade die Übereinstimmung der beiden Minderheitenparteien im Hinblick auf eine Verurteilung des russischen Einmarsches in die Ukraine. Foto: Volker Heesch

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Der Landesvorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes, Christian Dirschauer, kündigte eine Resolution der Partei der dänischen Minderheit gegen den russischen Einmarsch im Nachbarland an: „Beim Landesparteitag geht es eigentlich um unser Landtagswahlprogramm, doch die aktuelle Kriegs-Situation ist auch Thema.“

Während seines ersten Besuchs als Landesvorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) bei der Spitze der Schleswigschen Partei (SP) in Apenrade (Aabenraa) hat Christian Dirschauer die Übereinstimmung seiner Partei mit der Partei der deutschen Nordschleswiger beim Thema Überfall Russlands auf die Ukraine unterstrichen.

Solidarität mit der Ukraine

„Wir zeigen volle Solidarität mit der Ukraine und fordern ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen“, so Dirschauer.

„Minderheitenpolitik verstehen wir als Friedenspolitik“, so der SP-Vorsitzende Carsten Leth Schmidt, der unterstrich, dass sich beide Parteien einig seien, dass auch die deutsch-dänische Grenzregion Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen müsse und werde.

Humanitäre Katastrophe

„Wir sind angesichts der humanitären Katastrophe und riesiger Fluchtbewegungen bereit, unseren Beitrag zu leisten“, so Christian Dirschauer. „Die schrecklichen Ereignisse zeigen auch, dass das Thema Minderheiten für so verwerfliches Handeln wie den Überfall auf die Ukraine missbraucht wird“, so der SSW-Landesgeschäftsführer Martin Lorenzen.

Ukraine ein Land der Minderheiten

Der SP-Regionsausschussvorsitzende Gösta Toft, der auch Vizepräsident des europäischen Minderheitenverbandes FUEN ist, erinnerte daran, dass gerade die Ukraine auch ein Land der vielen Minderheiten ist. „Es leben dort über 100 verschiedene Sprachgruppen“, so Toft.

„Wir werden im Landesvorstand eine Resolution verabschieden“, kündigte der SSW-Landesvorsitzende Dierschauer an.

Und er fügte hinzu: „Eigentlich geht es am Wochenende beim SSW-Landesparteitag darum, unser Programm für die Landtagswahlen im Mai zu verabschieden, doch die aktuelle Kriegssituation ist auch Thema.“

Es zeige sich, wie wichtig der Zusammenhalt der EU-Staaten und der Nato-Staaten ist, betonte Carsten Leth Schmidt.

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