Kommunalwahlkampf 2021

SP verwendet wiederverwertbare Plastik-Wahlplakate

SP verwendet wiederverwertbare Plastik-Wahlplakate

SP verwendet wiederverwertbare Plastik-Wahlplakate

Apenrade/Aabenraa
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Vor vier Jahren war SP-Stadtratsmitglied Christel Leiendecker in der Kommune Sonderburg beim Aufhängen der Plakate im Einsatz. Dort kommen 2021 auch Kunststoffplakate zum Einsatz, die wiederverwertet werden. Foto: Archivfoto Cornelius von Tiedemann

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Ab Sonnabend, 12 Uhr, sind Plakataktionen erlaubt. 2017 waren bei der Schleswigschen Partei teilweise noch von eigenen Kleisterteams fabrizierte Werbetafeln im Einsatz. SP-Kampagnenmitarbeiter Hans Fedder Kley hat die Recycling-Möglichkeiten in allen Kommunen untersucht.

Am Sonnabend, 23. Oktober, 12 Uhr, fällt der Startschuss für die Plakataktionen der Parteien, die bei der Kommunal- und Regionswahl in Dänemark am Dienstag, 16. November, antreten. Die Schleswigsche Partei (SP) hat bereits in allen vier Kommunen in Nordschleswig die Vorbereitungen getroffen, damit die eigenen Werbetafeln möglichst gut sichtbar platziert werden. In diesem Jahr kommen bei der SP, der Partei der deutschen Minderheit und der einzigen Regionalpartei im Landesteil, nur noch Kunststoffplakate zum Einsatz.

Vor vier Jahren war die SP in Tondern noch zum Plakatekleben versammelt. Auf dem Foto links SP-Stadtratsmitglied Louise Thomsen Terp. Foto: Archivfoto Volker Heesch

Damit ersparen sich die Teams nicht nur aufwändige Klebeeinsätze mit Kleister, Papierbögen und Pressholzplatten. Die Kunststoffwerbeträger haben sich auch als wetterbeständiger als die traditionellen Plakate erwiesen. Vor vier Jahren hatten Sturm und Regen viele Plakate vorzeitig zerfetzt. Die SP, die als Liste S, Slesvigsk Parti, antritt, hat vor dem Umstieg auf Kunststoffplakate die Umweltkonsequenzen untersucht.

Reiner Kunststoff erleichtert Wiederverwertung

„Die Recyclingstationen in den Kommunen gehen unterschiedlich mit den Plastikplakaten um“, berichtet SP-Sekretärin Ruth Candussi. Zunächst habe man überlegt, nach dem Wahltag alle Kunststoffplakate nach Mariager zu bringen, wo eine Spezialfirma das Material verarbeitet. „Das rechnet sich aber nicht“, so Ruth Candussi und fügt hinzu, es sei dafür gesorgt worden, dass die SP-Plakate aus reinem Kunststoff bestehen, ohne Zusatzstoffe wie Kreide oder Talkum, damit sie als sortenreines Hartplastik der Wiederverwertung zugefügt werden können.

Hasn Fedder Kley ist als Kampganenmitarbeiter der SP im Einsatz. Außerdem geht er als Kandidat für die Partei der deutschen Minderheit in Hadersleben bei den Kommunalwahlen am 16. November ins Rennen. Foto: Karin Riggelsen

Der SP-Kampagnenmitarbeiter Hans Fedder Kley hat sich des Themas angenommen. „Die Plakate hängen noch nicht mal an den Masten, und wir sprechen schon wieder davon, sie zu zerstören“, stellt er fest, um dann aber zu erklären, was die Recyclinghöfe in Nordschleswig für Anforderungen bei der Abgabe des Werbematerials nach einem hoffentlich guten SP-Wahlergebnis stellen.

In allen Kommunen Recycling unterschiedlich

„In Sonderburg möchte der Entsorger ,Sofas‘ die Plakate vom normalen Plastikcontainer getrennt annehmen. Es wird eine Anmeldung als gewerblicher Abfall bei einem Mitarbeiter verlangt und Zahlung von 125 Kronen Gebühr pro Trailer Wahlplakate“, berichtet er. „In Apenrade sieht Arwos‘ die Plakate als Hartplastik an. Dort weiß man noch nicht, ob es einen gesonderten Container geben wird“, berichtet der Kampagnenmitarbeiter und erläutert, dass dort Plakate als privater Wertstoff abgeliefert werden können, wenn ein einzelner Kandidat mit „seinen“ Werbeträgern kommt. In Tondern (Tønder) ist es ganz umkompliziert.

Bereits vor Zulassung der Wahlplakate war der VW-Käfer der Schleswigschen Partei als besonders beliebter Werbeträger unterwegs. Foto: Volker Heesch

Aus den Wahlkampfteams der SP ist auch bekannt geworden, dass Wiederverwertung der Plakate schon seit Jahren aktuell ist. Es wurden nicht nur Pressholzträger beim nächsten Wahlkampf noch einmal beklebt. Es wurden auch Platten als Baumaterial genutzt. Das soll auch bei den neuen Kunsstoffplakaten möglich sein. Beim Aufhängen des Materials gelten genaue Vorschriften, unter anderem dürfen die Plakate nur in Ortsbereichen aufgehängt werden. Sie dürfen keine Verkehrszeichen verdecken und die Verkehrssicherheit gefährden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einer drinnen – einer draußen“