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Gottes Segen außer Haus: In Lautrup hat es sich bewährt

Gottes Segen außer Haus: In Lautrup hat es sich bewährt

Gottes Segen außer Haus: In Lautrup hat es sich bewährt

Tingleff/Tinglev
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Scheunengottesdienst auf dem Christiansen-Anwesen in Lautrup-Feld Foto: hpb

Es begann mit Freiluftgottesdiensten und setzte sich vor einigen Jahren in der Scheune von Nicolai Christiansen fort. Lautrup-Feld ist zu einem festen Anlaufpunkt für Gottesdienste des Pfarrbezirks Tingleff geworden. Kürzlich war es wieder so weit, und es wurde einmal mehr ein stimmungsvolles Beisammensein in einem besonderen Ambiente.

Die Scheune am Todsbølvej in Lautrup-Feld wurde wieder einmal freigeräumt und herausgeputzt.

Nicolai Christiansen hatte als Hausherr und Gastgeber alles für den Scheunengottesdienst des Pfarrbezirks Tingleff vorbereitet.

Seit 2006 ist das Anwesen ein fester Anlaufpunkt für Gemeindetreffen.

„Es waren damals Dres Andresen (damaliger, mittlerweile verstorbener Kirchenältester, red. Anm.) und die damalige Pastorin Kerstin Kristoffersen, die den Wunsch hatten, einen Gottesdienst im Freien durchzuführen. Man kam ins Gespräch und seither finden bei uns Gottesdienste statt“, erzählt Margrethe Nissen, Lebensgefährtin von Nicolai Christiansen.

Sie seien beide gläubige Menschen und Freunde der Kirche, weshalb sie nach wie vor gern bereit seien, Gastgeber von Gottesdiensten oder anderen kirchlichen Zusammenkünften zu sein.

Weitere Aktion in der Weihnachtszeit

„Wetterbedingt und aus praktischen Gründen finden die Gottesdienste seit einigen Jahren in der Scheune statt. Um Weihnachten herum gibt es seit fünf Jahren auch ein Treffen. Nicolai liefert den Tannenbaum für die Tingleffer Kirche, und das wird mit einem vorweihnachtlichen deutsch-dänischen Beisammensein gefeiert“, ergänzt Margrethe Nissen.

Nun stand aber erst einmal der nächste Scheunengottesdienst in Lautrup an. Mit 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war er recht gut besucht.

Der Gottesdienst unter der Leitung der Pastoren Astrid und Ole Cramer konnte auch ohne Kirche eingeläutet werden.

Glockenläuten auch ohne Kirche

Die Minikonfirmanden Annika und Jari griffen auf eine Schiffsglocke zurück und sorgten für anmutige Klänge.

Annika (r.) und Jari beim Läuten der Schiffsglocke, die die Kirchenglocke ersetzte Foto: hpb

Musikalische Klänge steuerten Doris Sommerlund am Piano und Andrea Brachwitz-Doll auf der Geige bei.

Den roten Faden in der Predigt der beiden Pastoren bildeten die Worte aus dem 1. Johannesbrief „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“.

Doris Sommerland (l.) und Andrea Brachwitz-Doll sorgten für den musikalischen Rahmen. Foto: hpb
Auch das hat in Lautrup Tradition: Gemütliches Kaffeetrinken im Anschluss an den Gottesdienst Foto: hpb

Nach dem Gottesdienst folgte der gesellige Abschluss bei Kaffee, Keksen und Kuchen. Das hat auf dem Christiansen-Hof ebenfalls Tradition.

Dank an die Gastgeber

Der Pfarrbezirk ließ es sich nicht nehmen, sich abermals für die Gastfreundschaft von Nicolai Christiansen und Margrethe Nissen zu bedanken. Die Pastoren überreichten eine große Packung Merci-Schokolade.

Pastorin Astrid Cramer überreicht im Namen des Pfarrbezirks Schokolade an Gastgeber Nicolai Christiansen. Foto: hpb

„Sie schenken uns immer etwas, und ich bekomme zur Weihnachtsaktion oft auch Blumen. Das ist eigentlich zu viel des Guten. Wir tun es doch gern“, gibt sich die 76-Jährige bescheiden.

Solange es die Gesundheit zulässt, wollen sie ihre „Ersatzkirche“ auch weiterhin zur Verfügung stellen, so Margrethe Nissen.

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