Schnelltests

Mobile Testteams an den Schulen und Kindergärten

Mobile Testteams an den Schulen und Kindergärten

Mobile Testteams an den Schulen und Kindergärten

Julia Röhr
Apenrade/Aabenraa
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Käthe Nissen entnimmt bei dem Lehrer Jens Klüwer eine Probe. Foto: Julia Röhr

Nach Ostern wurde schrittweise der Präsenzunterricht wieder aufgenommen - unter der Bedingung, dass die Schülerinnen und Schüler und das Personal regelmäßig getestet werden. Die Kommune Apenrade setzt dafür mobile Testteams ein.

Nach Ostern konnten die Schülerinnen und Schüler in Dänemark zum ersten Mal wieder in die Schule gehen. Eine politische Entscheidung aus dem Februar besagt, dass sich alle Mädchen und Jungen ab zwölf Jahren sowie das Personal regelmäßig testen lassen müssen.

Auch die Kommune Apenrade kümmert sich um die Tests an den Bildungseinrichtungen und setzt dafür mobile Testteams ein. Vorher hat sich die Kommune auch an die deutsche Minderheit gewandt und sich nach Personen erkundigt, die bereit wären, die Tests durchzuführen.

Diese Testteams fahren in Gruppen von zwei verschiedenen Bildungseinrichtungen aus der Kommune Apenrade. Jedes Team hat eine feste Route. Eines der Teams besteht aus Käthe Nissen und Ines Friedrichsen-Jensen. Sie sind im westlichen Teil der Kommune Apenrade eingeteilt und hier in Orten wie Buhrkall (Burkal), Bülderup-Bau (Bylderup-Bov) und Rapstedt (Ravsted) unterwegs. Je nach Einrichtung werden am Tag mal 10 bis 15 Leute getestet, mal 60 bis 70. Alles, was für die Schnelltests benötigt wird, liegt in einem Depot in Krusau (Kruså) und wird von der Kommune zur Verfügung gestellt.

Käthe Nissen ist eigentlich administrativ-pädagogische Konsulentin beim Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig. Ines Friedrichsen-Jensen arbeitet in der Hauswirtschaft/Küche im Haus Quickborn, eine Einrichtung des Sozialdienstes Nordschleswig. Diese war bisher während der Pandemie geschlossen.

Sie haben direkt nach Ostern in Krusau einen Lehrgang zur Durchführung der Schnelltests abgelegt und waren am nächsten Tag direkt im Einsatz. „Ich habe mich auch bei der Kommune gemeldet, um die Verantwortung mitzuübernehmen“, erzählt Käthe Nissen.

Das Testen an sich kommt bei den Mitarbeitenden und Schülerinnen und Schülern gut an. Viele sind dankbar, sich während der Arbeitszeit testen lassen zu können und nicht extra zu einer Teststelle zu müssen. Bei Schülerinnen und Schülern zwischen 12 und 15 Jahren müssen die Eltern schriftlich dem Test zustimmen, ab 15 Jahren können sie selbst unterschreiben. „Hier stimmen aber auch nicht alle Eltern den Tests zu. Da sind dann manchmal ein, zwei Kinder, die nicht getestet werden“, erklärt Ines Friedrichsen-Jensen. Sonst waren die Tests für die Schülerinnen und Schüler anfangs ungewohnt, manche mussten niesen oder lachen während der Entnahme der Proben. Mittlerweile haben sich aber die meisten daran gewöhnt.

Auch die Praktikantin des „Nordschleswigers“ wurde getestet. Foto: Privat

In den Bildungsstätten richten Käthe Nissen und Ines Friedrichsen-Jensen eine sterile Station ein, wo alle Utensilien zum Testen bereitgestellt werden. In der Deutschen Schule Buhrkall ist diese in einem extra Raum auf der Tennisplatte. Die Getesteten bringen vorher einen ausgedruckten Bogen mit, wo alle wichtigen Daten und dann später auch das Testergebnis eingetragen werden. Dann werden erst die Daten abgeglichen und anschließend der Test durchgeführt. Pro Nasenloch wird zwischen 10 und 15 Sekunden das Stäbchen hin- und herbewegt. Zwischen den Tests werden die Handschuhe gewechselt und die Hände desinfiziert. Eine Person macht den Test, eine füllt die Zettel aus. Diesen Prozess überwacht regelmäßig eine autorisierte Krankenpflegerin, die stichprobenartig dabei ist und für Tipps zur Seite steht.

Bisher hatte noch keines der Testteams ein positives Ergebnis. Es werden in Zukunft noch weitere Personen eingesetzt. Ines Friedrichsen-Jensen ist bald nicht mehr dabei, weil ihre Tätigkeit im Haus Quickborn wieder beginnt, da sie nun wieder Gäste empfangen.

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