Heizkosten

Keine großen Preissprünge für Apenrader Fernwärmekunden

Keine großen Preissprünge für Apenrader Fernwärmekunden

Keine großen Preissprünge für Apenrader Fernwärmekunden

Apenrade/Aabenraa
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Mit solchen Holzschnipseln wird das Fernwärmewerk am Apenrader Stadtrand angefeuert. Foto: Paul Sehstedt

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In den Nachbarkommunen werden Wärmekostensteigerungen von 75 Prozent und mehr für das kommende Jahr angekündigt. Warum das in Apenrade nicht der Fall sein wird, erklärte der Direktor von „Aabenraa-Rødekro Fjernvarme“.

Die Heizkosten steigen im kommenden Jahr um 75 Prozent – mindestens, heißt es unter anderem von den Betreibern des Fernwärmenetzes in der Nachbarkommune Hadersleben. In Tondern (Tønder) gibt es schon jetzt Anhebungen von 10 Prozent. Für 2023 sind dann Steigerungen von 60 Prozent angekündigt.

„Apenrader Fernwärmekunden müssen solche Steigerungen jedoch nicht befürchten“, sagte Tommy Palmholt, Direktor von „Aabenraa-Rødekro Fjernvarme“ gegenüber „JydskeVestkysten“. Er fügt jedoch hinzu, dass es auch in Apenrade zu Mehrkosten für das Heizen kommt, allerdings nicht in dem Umfang wie in den anderen Kommunen Nordschleswigs.

Bisher gibt es beim Fernwärmelieferanten noch keine Pläne, die Preise anzuheben. Im kommenden Jahr sei jedoch auch hier mit Mehrkosten zu rechnen, so der Direktor.

Unsichere Preisentwicklung

Das Apenrader Fernwärmewerk wird mit Stroh und Holzspänen befeuert. Der Preis für diese beiden Rohstoffe entscheidet demnach mit, wie hoch die Kosten für die Kunden werden. Da kaum abzuschätzen sei, wie sich die Preise dafür entwickeln werden, sei nicht vorherzusagen, wie viel die „Aabenraa-Rødekro-Fjernvarme“-Kunden ab Januar zahlen müssen, so Palmholt.

Der Rothenkruger Fernwärmechef Michael Dahl sagte zu der Tageszeitung, dass „die Preise ein wenig angehoben werden müssen“. Auch er kann jedoch keine genaue Vorhersage machen.

Keine Teuerung in Jordkirch und Loit

In der Gemeinde Jordkirch (Hjordkær) bleiben die Heizkosten konstant. „Wir haben einen Festpreis mit unserem Holzspänelieferanten vereinbart, und der wird eingehalten“, so der Vorsitzende der dortigen Fernwärme, Kristian Lyck Lorenzen. Die Preise gelten auch für das kommende Jahr, weshalb er davon ausgehe, dass es 2023 keine höheren Preise geben werde.

Wie jüngst auch das Fernwärmewerk in Loit (Løjt) die Abnehmer über die eigene Internetseite wissen ließ, wird auch dort nicht mit einer überdimensionalen Preissteigerung gerechnet, da die Wärme vorwiegend mit Stroh erzeugt wird. Die Verträge für die Lieferung des Rohstoffes seien langfristig ausgehandelt, heißt es begründend.

Der Artikel wurde am Freitag, 23. September 2022, um den letzten Absatz aktualisiert.

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