Krankenhauswesen

Knappe Blutkonserven: Aufruf zur Spende

Knappe Blutkonserven: Aufruf zur Spende

Knappe Blutkonserven: Aufruf zur Spende

Apenrade/Aabenraa
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Wer Blut spendet, kann Leben retten. So werden Blutkonserven unter anderem bei Operationen eingesetzt, bei denen die Patientin oder der Patient viel Blut verliert, was ersetzt werden muss. Foto: Aidman/Adobe Stock

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In Deutschland gibt es zum Teil große Schwierigkeiten, genügend Blut für Krankenhauspatienten vorrätig zu haben. Doch gibt es solche Probleme auch im Apenrader Krankenhaus? „Der Nordschleswiger“ hat nachgefragt.

Bei einer Operation verlieren Menschen Blut. Manchmal ist es so viel, dass die verlorene Menge ersetzt werden muss. Dafür werden Blutkonserven verwendet, in denen gespendetes Blut gelagert wird.

Doch wenn nicht genügend Blut gespendet wird, leeren sich die Lager der Blutbanken. Das ist in Deutschland schon ein Problem. So berichtete der „NDR“ kürzlich von Mangel an Konserven und leeren Lagern bei den Blutspendediensten.

Spenderblut-Mangel auch in Nordschleswig?

Müssen auch die Menschen in Nordschleswig befürchten, dass sie im Ernstfall nicht mit Spenderblut versorgt werden können? „Der Nordschleswiger“ hat bei der Pressestelle der Region Süddänemark nachgefragt, wie die Situation in den Krankenhäusern im Landesteil bewertet wird.

Wir bewerten das als nicht kritisches Niveau.

Tue Wettergreen Paltorp, Kommunikationskonsulent

Zuerst gibt es eine Entwarnung von Tue Wettergreen Paltorp, dem Kommunikationskonsulenten des Apenrader Krankenhauses (Sygehus Sønderjylland). „Wir haben keine Engpässe in den Blutbanken“, sagt er. „Wir bewerten das als nicht kritisches Niveau“, fügt er hinzu.

Doch es gebe gerade im Sommer geringere Mengen von Spenderblut in den Lagern der Blutbanken. „Das ist saisonbedingt“, erklärt er. „In den Sommermonaten sind viele Menschen in den Ferien oder sie verbringen ihre Freizeit mehr in der Natur“, fügt er hinzu.

Wiederkehrendes Phänomen

Dieses Phänomen wiederhole sich Jahr für Jahr, und die dänische Gesundheitsbehörde lässt regelmäßig Werbekampagnen laufen, die zum Blutspenden aufrufen, denn „sicher wollen wir diese Kurve brechen, um die Kapazität in den Blutbanken auf einem gleichbleibenden Niveau halten zu können. „Deshalb gilt immer, dass wir Blutspenderinnen und Blutspender – und auch neue – begrüßen“, so Wettergreen Paltorp.

Blut und Blut spenden

Bei der Blutspende werden 500 Milliliter Blut entnommen. Der Einstich ist kaum spürbar. Die Prozedur dauert etwa 10 Minuten.

Blut wird als „flüssiges Organ“ bezeichnet, von dem jeder Mensch etwa fünf bis sechs Liter besitzt.
Es erfüllt vielfältige Transport- und Versorgungsfunktionen in unserem Organismus. Durch die Pumpleistung des Herzens wird unser Blut durch das Kreislaufsystem gepumpt.

Ist ein menschlicher Organismus erkrankt und kann nicht mehr genügend Blut für das eigene Überleben bilden, ist er auf eine Bluttransfusion angewiesen. Dafür ist die Blutspende unerlässlich. Gesunde Menschen müssen für die Menschen Blut spenden, bei denen die eigene Blutproduktion gestört ist, denn das menschliche Blut ist einzigartig und kann nur vom menschlichen Körper gebildet werden.

Quelle: Deutsches Rotes Kreuz

https://www.drk-blutspende.de
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