Umzug

Schulmuseum verabschiedet sich aus Apenrade

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Letzter Tag am Standort Apenrade, in Kürze zieht das Museum nach Sonderburg. Foto: Karin Riggelsen

Die Einrichtung zieht Anfang November in die freiwerdenden Räumlichkeiten der deutschen Bücherei an den Sonderburger Rönhofplatz.

Abschiedstag für das deutsche Schulmuseum in Apenrade: Heute ist die Einrichtung das letzte Mal geöffnet.
Gepolsterte Folie und Umzugskartons stehen bereit, Anfang November wird das Schulmuseum dann an den Rönhofplatz nach Sonderburg ziehen. In die Räume der deutschen Bücherei, die ihrerseits wiederum ins neue Multikulturhaus zieht.

Museumsleiter Hauke Grella, der das Schulmuseum seit 2012 begleitet, freut sich auf den Neuanfang in Sonderburg. Helle, hohe Räume und der Anschluss ans deutsche Museum – beide Ausstellungen werden im direkten Neben- und Miteinander voneinander profitieren, sagt Grella. „Gerade die Schulstube mit alter Sitzbank und Tafel, die können wir in Sonderburg auf mehr Raum aufbauen. Und einige Teile des Schulmuseums können in die bestehende Ausstellung vor Ort integriert werden.“

Man werde nicht sofort den gesamten Museumsbestand aus Apenrade in Sonderburg wieder aufbauen. Denn: Derzeit wartet man auf einen Bescheid aus Berlin, ob die Renovierung und der Ausbau des deutschen Museums in Sonderburg finanziert werden.
„Sollten wir die frohe Botschaft erhalten, könnten wir eventuell schon im Sommer 2018 mit dem Umbau beginnen. Daher wollen wir jetzt nicht Kraft und Geld in eine aufwendige Neugestaltung der Bücherei-Räume investieren. Wir hoffen natürlich, dass wir die Gelder erhalten und im nächsten Jahr loslegen können. Dann kann und muss man sowieso ganz neu überlegen“, so Grella.

„Die erweiterte Schulstube bietet sich auch für jüngere Schüler an“

Durch die Zusammenlegung gewinne auch der Museumsstandort Sonderburg. „Bislang war das deutsche Museum für Schüler ab Klasse sieben oder acht gedacht. Die erweiterte Schulstube aber bietet sich auch für jüngere Schüler an, da habe ich auch schon Kindergartengruppen gehabt. Damit wird eben auch Sonderburg gestärkt.“

Bis zum 8. November will das Schulmuseum umgezogen sein. Und die ehrenamtlichen Mitarbeiter?
„Ein bis zwei haben schon angekündigt, dass sie auch in Sonderburg ihre Arbeit fortsetzen wollen. Es ist angedacht, dass sie für die Fahrt einen Fahrtkostenzuschuss erhalten“, so Grella.


Heute nehmen die Mitarbeiter aber erst einmal Abschied von „ihrem“ Schulmuseum in Apenrade, das sie in den vergangenen Jahren mietkostenfrei vom Deutschen Schul- und Sprachverein zur Verfügung gestellt bekamen. Der DSSV hat das Ziel, in dem Haus, in dem bereits der Deutsche Kindergarten Jürgensgaard untergebracht ist, zukünftig auch eine Kleinkindergruppe einzurichten.

„Wir freuen uns auf jeden Besucher, der zum Abschied vorbeikommt“, sagt Hauke Grella, für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

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