Wiedereröffnung

Tierschau ist abgesagt

Tierschau ist abgesagt

Tierschau ist abgesagt

Apenrade/Aabenraa
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Meist kommen über 10.000 Besucher pro Tag zur Tierschau. Foto: Det sønderjyske Landbrugsråd

Mit schwerem Herzen haben die Veranstalter der „Sønderjyske Fællesdyrskue“ die mehrtägige Veranstaltung abgesagt. Die Verschiebung des Impfprogramms habe schließlich den Ausschlag gegeben, erklärt der Vorsitzende.

Die Tierschau 2021 ist abgesagt, lautet die Überschrift über einer kurzen Mitteilung der Veranstalter. Doch was so kurz und knapp formuliert dort steht, ist „eine traurige Nachricht“, wie Jørgen Popp Petersen, der Vorsitzende der „Sønderjyske Fællesdyrskue“ (Tierschau) es ausdrückt.

Lang und gut überlegter Schritt

„Wir haben lange überlegt, ob wir den Schritt gehen, aber letztlich blieb uns nichts anderes übrig“, sagt Popp Petersen. Die Umstände hätten ihnen keine andere Wahl gelassen. Die Tierschau hätte am 18. und 19. Juni stattfinden sollen. Die geplante Wiedereröffnung mit Besuchern bis zu 10.000 soll am 14. Juni sein.

Doch: „Das Impfprogramm ist immer weiter hinausgeschoben worden, und nachdem ein weiteres Impfserum entfällt, wurde es zu kritisch“, berichtet der Tierschau-Vorsitzende. Zu dicht liege der Termin für die Großveranstaltung, zu der an allen zwei Tagen je zwischen 10.000 und 12.000 Besucher kommen, an den Zeiten dran, an denen Dänemark weiter geöffnet werden soll. „Und hinzu kommen noch Helfer und Mitarbeiter. Damit liegen wir sehr dicht an der Obergrenze, die zu dem Zeitpunkt zulässig ist“, ergänzt Erik Nissen, der Tierschau-Projektleiter.

„Schon andere Veranstaltungen mit ähnlicher Größe wurden abgesagt“, sagt der Landwirt aus der Kommune Tondern.

Und nicht nur die Veranstalter sind vorsichtig. „Auch die Aussteller waren zurückhaltend“, berichtet Popp Petersen.

Noch ein kultureller Höhepunkt, der fehlt

Für Jørgen Popp Petersen und die anderen Beteiligten der Tierschau war es auch eine schwere Entscheidung, weil ein kultureller Höhepunkt aus dem Kalender gestrichen werden musste. Denn die Veranstaltung ist nicht nur ein Zusammentreffen von Landwirten und Produzenten von landwirtschaftlichen Maschinen, sondern „die Tierschau zeigt den Menschen, wie wir arbeiten. Offene Landwirtschaft ist ja unser Konzept“, erklärt der Vorsitzende. „Es ist ein tolles Event, auf das sich viele gefreut haben. Ich hoffe, dass unsere Entscheidung nicht zu viel Enttäuschung hervorruft.“

Planung für das kommende Jahr

Nun konzentrieren sich die Tierschau-Planer auf das kommende Jahr. Allerdings soll es eine sogenannte Feldschau im Herbst geben, bei der sich Landwirte und Aussteller treffen. „Das ist unser Plan B, den wir schon im vergangenen Jahr in der Schublade liegen hatten – und nicht herausholen konnten, weil die Kontaktbeschränkungen das nicht zuließen“, wie Popp Petersen erklärt.

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