MTV Apenrade

Nach Themenabend: Ziel deutlicher vor Augen

Nach Themenabend: Ziel deutlicher vor Augen

Nach Themenabend: Ziel deutlicher vor Augen

Apenrade/Knivsberg
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MTV-Vorsitzender Gösta Toft leitete die Sitzung, die in der Bildungsstätte Knivsberg stattfand. (Archivbild) Foto: Archiv

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Dem Sportverein fehlen Mitglieder im Alter von 6 bis 18 Jahren, weshalb sich der Vorstand Hilfe suchte – und auch bekam. Die Lösung wird unter anderem im Internat des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig gesehen.

Der MTV Apenrade hat mit zwei Problemen zu kämpfen: der Sichtbarkeit des Vereins und mangelnden Mitgliedern im Alter von 6 bis 18 Jahren.
„Die Jugendlichen fehlen uns“, stellte der MTV-Vorsitzende Gösta Toft kürzlich bei einer Vorstandssitzung fest.

Der Verein suchte nach Hilfe, und am Montagabend gab es nun in der Bildungsstätte Knivsberg ein Treffen, an dem der Vereinsvorstand, Vertreter der Deutschen Privatschule Apenrade, der angeschlossenen Schulfreizeitordnung (Kind im Mittelpunkt, KiM), dem Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN), dem Jugendverband für Nordschleswig und dem dänischen Breitensportverband DGI teilnahmen.

Gemeinsam sollten Lösungen gefunden werden, um den Verein für Kinder und Jugendliche wieder attraktiv zu machen.

Angebote für Internatsbewohner

Eine Idee, die Gösta Toft vorschwebt, ist, die Bewohner des DGN-Internats mit einem Angebot anzusprechen. Direktor Jens Mittag sah dort auf jeden Fall Potenzial, das ausgeschöpft werden könnte. Mit der Sportart Floorball sollen die Schülerinnen und Schüler begeistert werden.

MTV-Vorsitzender Gösta Toft leitete die Sitzung, die in der Bildungsstätte Knivsberg stattfand. Foto: Jan Peters

Doch das ist nur ein Teil des Lösungspuzzles, das Toft und dem Vorstand vorschwebte. Bei der Sitzung am Montag fragte er in die Runde, wo die Schwachstellen des Vereins zu suchen seien.

Sichtbarkeit verbessern

„Der MTV ist zu wenig sichtbar. Angebote im Kindergarten und in der Schule werden von Schülern und Eltern nicht als Angebote des Vereins wahrgenommen“, sagt Peter Feies, Sportlehrer des Jugendverbandes. Dem stimmten Berit Kynde, stellvertretende Schulleiterin der DPA, Lasse Tästensen, Vereinskonsulent des Jugendverbandes, und Marion Köstlin, Leiterin des KiM, nickend zu.

Denn obwohl in den deutschen Kindergärten in Apenrade und an der DPA mehrere Angebote gemacht werden, nutzt keines der Kinder die anderen Sportangebote des Vereins.

Um die Bekanntheit des MTV Apenrade zu steigern, sollen die sozialen Medien genutzt werden, über die auch die Eltern von Kindergartenkindern und Schülern an der DPA und den deutschen Schulen in Feldstedt (Felsted) und Rothenkrug (Rødekro) erreicht werden können.

Weniger ist mehr

„Weniger ist meist mehr“, sagte Lasse Tästensen und empfiehlt, wenige Sportarten gezielt für die Jüngeren anzubieten. Eine Nische finden, das sei in seinen Augen der richtige Weg. Als Beispiel nennt er die Rhönradturner in Sonderburg (Sønderborg) und Tondern (Tønder) sowie die Faustballer in Bülderup-Bau (Bylderup-Bov), die mit den Sportarten großen Erfolg haben „und von keinem anderen Verein eine Konkurrenz haben“, wie Tästensen erklärt.

„Die Leute müssen wissen, dass der MTV für eine oder vielleicht zwei Sportarten steht, und wer die machen möchte, der kommt zu euch“, verdeutlicht Feies.

Früher Kontakt zu Kindern

„Der MTV hat eine große Stärke“, findet Jugendverbandstrainer Feies, und die gelte es auszunutzen: „Welcher Verein hat eine so gute Zusammenarbeit mit den Institutionen und kann schon im Kindergarten auf die Kinder zugreifen?“, fragt er und antwortet: „Keiner.“ Die Stärke müsse besser genutzt werden.

Dem stimmt auch Dan Bugslag, Sportkonsulent bei DGI, zu. „Ihr verpasst den Kontakt mit den Kindern“, so seine Einschätzung.

Mögliche Lösungen

In kleinen Gruppen wurde im Anschluss an die Fehlerspurensuche versucht, Lösungsansätze zu erarbeiten. Als Vorschläge stehen dem Vorstand nun unter anderem zur Auswahl, Schwimmen, Angebote gezielt für Frauen, Lauf- bzw. Gehgruppen sowie Kraft- und Fitnesstraining anzubieten.

Bei einer Vorstandssitzung soll nun mit den Vorschlägen weitergearbeitet werden.

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