Kultur

Dämpfer für die Musikhaus-Hoffnungen

Dämpfer für die Musikhaus-Hoffnungen

Dämpfer für die Musikhaus-Hoffnungen

Apenrade/Aabenraa
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Die leer stehenden Gebäude bieten bereits jetzt einen verwahrlosten Anblick. Foto: Paul Sehstedt

Der Kultur- und Freizeitausschuss hält die Lage am Campusgelände für ungeeignet. Allerdings obliegt die Entscheidung dem gesamten Stadtrat.

War der Apenrader Musikrat am Mittwoch noch optimistisch, dass er seinem Wunsch nach einer Heimstatt für die hiesige Amateurmusikszene einen deutlichen Schritt nähergekommen ist, so hat diese Hoffnung nun einen gehörigen Dämpfer erhalten.

Der Kultur- und Freizeitausschuss, der im Fall der Fälle für die Finanzierung würde aufkommen müssen, hält die Adresse Skolevænget 33 in Apenrade als Standort für ein Musikhaus für ungeeignet.

Wobei sich die Abneigung des Ausschusses gar nicht gegen die Gebäude der ehemaligen Sonderschule „Fjordskolen“ richtet. Ob sie sich als Proben- und Konzerträume eignen würden oder nicht, war gar nicht die Frage, mit der sich die Mitglieder des Kultur- und Freizeitausschusses beschäftigten.

Bezug zum Campusgelände

„Wir sind zum einen der Meinung, dass eine zentralere Lage für ein solches Musikhaus viel sinnvoller wäre. Und zum anderen finden wir, dass es absolut zu bevorzugen sei, dass der künftige Verwendungszweck der ehemaligen ,Fjordskole‘ einen Bezug zum Campusgelände und seinen Einrichtungen haben sollte“, sagt der Ausschussvorsitzende Lars Kristensen (Venstre).

Es gibt noch Hoffnung

Auch wenn der Optimismus des Musikrates damit einen heftigen Schuss vor den Bug erhalten hat, so gibt es noch einen Hoffnungsschimmer. „Alle Ausschüsse sind ja aufgefordert worden, sich Gedanken über eine mögliche Nutzung der Gebäude zu machen. Die Vorschläge werden vom Ökonomieausschuss gesammelt. Irgendwann werden wir dann eine Entscheidung fällen“, beschreibt Kristensen den weiteren „Fahrplan“.

Bedarf ist noch nicht geklärt

Auf Sicht würde der Kultur- und Freizeitausschuss jedoch eine Verwendung als Unterrichts-, Sitzungs- und Büroräume für die Ausbildungseinrichtungen auf dem Campusgelände bevorzugen.

„Wir werden den Schulen allerdings auch nicht die Gebäude schenken wollen“, wie Kristensen betont. Ob die Schulen daran überhaupt ein Interesse haben, ist noch nicht wirklich geklärt. Allerdings gibt es auch einen kurzfristigen Verwendungszweck.

Ausweichstätte für die Arena

Die Arena Apenrade könnte weitere Trainingsräume für Tanz, Kampfsport, Yoga und ähnliche Angebote gut gebrauchen, und dafür wären die Gebäude auch sehr gut hier und jetzt verwendbar, bis eine Entscheidung über den langfristigen Verwendungszweck gefällt ist.

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