Deutsche Minderheit

Nordschleswiger bei Zaimoglu-Lesung zugeschaltet

Nordschleswiger bei Zaimoglu-Lesung zugeschaltet

Nordschleswiger bei Zaimoglu-Lesung zugeschaltet

Apenrade/Kiel
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Feridun Zaimoglu lebt seit 1985 in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Foto: Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek.

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Nutzerinnen und Nutzer der deutschen Büchereien können sich beim Vortrag in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek am 26. Februar in Kiel zuschalten. Anmeldung zur digitalen Veranstaltung erforderlich.

Der Kieler Schriftsteller Feridun Zaimoglu ist ein gern gesehener Gast in der Literaturszene Nordschleswigs. In der kommenden Woche, am Donnerstag, 25. Februar, ab 19 Uhr, sind die Nutzerinnen und Nutzer der deutschen Büchereien in Nordschleswig eingeladen, einer Online-Lesung des bekannten Autors in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel beizuwohnen.

Digitale Anmeldung bis 23. Februar möglich

Erforderlich ist dabei eine Anmeldung bis spätestens 23. Februar unter der Adresse digital@shlb.landsh.de. Einen Tag vor der Lesung wird als Anmeldebestätigung der Zugangslink übersandt. Wer der Lesung folgt, wird um eine Spende zugunsten der #KulturhilfeSH gebeten.

Über Feridun Zaimoglu, der 1964 im anatolischen Ort Bolu in der Türkei geboren wurde und anschließend in München, Berlin und Bonn aufgewachsen ist und seit 1985 in Kiel lebt, schreibt die Landesbibliothek anlässlich der Lesung am 25. Februar: „Schon in seinem Debüt ,Kanak Sprak‘ zeigt Feridun Zaimoglu, inzwischen Ehrenprofessor des Landes Schleswig-Holstein, ein bestimmendes Merkmal seiner Werke: die deutsche Sprache vom Barock bis in die Gegenwart dichterisch auszuloten, zu erweitern und neu zu formen. Bis auf ihr neuhochdeutsches Fundament ging er dann in seinem Luther-Roman ,Evangelio’ (2017) zurück, für den er sich durch die üppigen, berauschenden Sätze des Spätmittelalters inspirieren ließ.“

Schaffen mit breitem Spektrum

Sein Schaffen umfasst romantische Briefromane, moderne Künstlernovellen, Tagebuchprosa, historische oder Entwicklungsromane. Sein jüngstes Werk ist der Roman „Die Geschichte der Frau". Auch eine Emigrantengeschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus mit Istanbul als Schauplatz zeugt von seiner breiten thematischen Bandbreite. In der Landesbibliothek wird Zaimoglu verschiedene Texte vortragen. „Inhaltlich soll es, passend zu unserer Landesbibliothek, um ,Überlieferung‘ gehen, um ,Bewahren und Erneuern‘“, heißt es in der Einladung.

Nach der Lesung wird der Autor mit Julia Buchholz, verantwortlich für die Landesgeschichte in der Landesbibliothek, und Dr. Maike Manske, die dort die Bestände der Handschriften betreut, diskutieren.

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