Spendenaktion

Annikas größter Wunsch geht in Erfüllung

Annikas größter Wunsch geht in Erfüllung

Annikas größter Wunsch geht in Erfüllung

Gammelbro
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Annika Hinrichsen wurde auf dem Gammelbro Campingplatz von einer Abordnung von „Rødekro Genbrug" mit einem Geschenkkorb und einem Gutschein über 10.000 Kronen überrascht. Foto: Karin Riggelsen

Die 17-Jährige aus Loit kann ihre Familie in ein Ferienhaus einladen. Eine besondere Überraschungsaktion hat dies ermöglicht.

Auf der Wunschliste von 17-jährigen Mädchen steht heutzutage ganz selten: „Ein Wochenende mit der ganzen Familie“. Nichtsdestotrotz hat sich Annika Hinrichsen aus Loit/Løjt nichts Sehnlicheres als dies gewünscht, als sie nach Träumen und Wünschen befragt wurde. Sie ist allerdings kein ganz normales Mädchen. Von Geburt an leidet sie an einer rätselhaften Magen-Darm-Erkrankung.

Annikas Wunsch kann jetzt in Erfüllung gehen. Eine Spendenaktion, ausgehend von dem Secondhandladen „Rødekro Genbrug“ in Rothenkrug, ermöglicht ein – vielleicht sogar verlängertes – Wochenende in einem dänischen Dan-Center-Ferienhaus.

Gelungene Überraschung

Am Dienstag überbrachte Annette Schøsler vom Secondhandladen den Gutschein. Darüber hinaus hatte sie einen riesigen Geschenkkorb dabei. Eine der freiwilligen Helferinnen des Rothenkruger Ladens hatte einige Firmen in Rothenkrug abgeklappert und war – für den guten Zweck – reich beschenkt worden.

Von dem Geschenkkorb hat Annika gewusst. Die Aktion wurde auch auf ihrer eigenen Facebook-Seite „Annikas bolcher“ geteilt. Der Gutschein war jedoch für alle – auch für die Eltern – eine große Überraschung.

„Moment, bitte“, sagte Annikas Vater, Henrik Hinrichsen, bevor er zu dem Familienfoto bereit war. Er musste sich schnell noch eine Träne der Rührung aus dem Augenwinkel wischen. Das Foto zeigt v. l.: Annikas Freund Lucas Hansen, ihre Mutter Dorthe, Vater Henrik und Annika selbst. Die Familie lebt derzeit auf dem Campingplatz, weil das Haus der Familie in Loit behindertengerecht umgebaut wird. Foto: Karin Riggelsen

Bonbonverkauf für die Krebshilfe

Mit 150.000 Kronen hat Annika Hinrichsen in den vergangenen Jahren die dänische Krebshilfe durch den Verkauf selbst gemachter Bonbons unterstützen können.

Dabei leidet sie selbst an einer rätselhaften Erkrankung des Magen-Darm-Systems und wird über einen Katheter ernährt. Seit April dieses Jahres ist das heute 17-jährige Mädchen darüber hinaus auf einen Elektro-Scooter angewiesen, weil ihre Beine plötzlich gelähmt waren.

Annikas Schicksal berührt

Annikas bemerkenswerter Einsatz für die Krebshilfe und ihr ungebrochener Lebensmut trotz der vielen gesundheitlichen Rückschläge hat die Mitarbeiter des Secondhandladens gerührt.

„Besonders schwer war die Zeit des coronabedingten Shutdowns für Annika. Weil ihre Mutter aufgrund einer Krebserkrankung zur Risikogruppe zählt, hat sich das Mädchen mit ihr zusammen in die Isolation begeben“, erzählt Annette Schøsler.

Annette Schøsler überreicht der völlig überraschten Annika den Gutschein für den Ferienhaus-Aufenthalt. Sie wurde bei der gelungenen Überraschungsaktion von ihren Kolleginnen Tove Petersen und Lise Kristensen begleitet. Foto: Karin Riggelsen

Auf dem Campingplatz

Die Familie Hinrichsen lebt derzeit auf dem Campingplatz „Gammelbro Camping“, südlich von Aarösund/Årøsund, da das Haus in Loit umgebaut wird. Da Annika nicht mehr die Treppen in den ersten Stock alleine erklimmen kann, wo sich bislang ihr Zimmer befand, erhält sie im Erdgeschoss ein neues Reich.

„Als wir unseren Secondhandladen gründeten, wollten wir mit dem Überschuss ausschließlich das Julemærkehjemmet in Kollund unterstützen. Inzwischen haben wir aber unseren Zweckparagrafen etwas geändert, sodass wir mit dem Gewinn auch andere Kinder unterstützen können, die Hilfe benötigen. Wir haben deshalb eine Zusammenarbeit mit dem ,SMILfonden‘ eingeleitet, der sich um Kinder mit chronischen Krankheiten kümmert.

Die vergessenen Kinder

Kinder mit Lungenkrankheiten oder mit Diabetes stehen nicht so im Fokus und haben auch keine starke Organisation im Hintergrund. Wir nennen sie deshalb auch die ,vergessenen Kinder‘. Wir unterstützen auch weiterhin das Kinderkurheim in Kollund, aber auch andere Vereine oder – wie in diesem Fall – Einzelpersonen“, erzählt Annette Schøsler.

Der Secondhandladen hat deshalb auch eine Namensänderung vollzogen. Aus „til gavn for Julemærkehjemmet“ ist „til gavn for børn” geworden. Denn das Wohl von kranken oder benachteiligten Kindern liegt dem Verein, der den Secondhandladen am Industrivej betreibt, weiterhin am Herzen.

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