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Trotz Corona-Krise Sydbank-Gewinn fast auf Vorjahresniveau

Sydbank-Gewinn trotz Corona fast auf Vorjahresniveau

Sydbank-Gewinn trotz Corona fast auf Vorjahresniveau

Apenrade/Aabenraa
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Die Sydbank mit Hauptsitz in Apenrade präsentiert trotz der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Dänemark ein zufriedenstellendes Jahresergebnis 2020. Foto: Sydbank

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Der Finanzkonzern mit Hauptsitz in Apenrade legt die 2020-Bilanz mit einem Ertrag nach Steuern in Höhe von 799 Millionen Kronen vor. Bankchefin Karen Frøsig blickt optimistisch auf das Geschäftsjahr 2021.

„Es ist eine Bilanz im Schatten von Covid-19. Ein Geschäftsbericht im Licht der Übernahme der Alm. Brand Bank und ein Bericht, mit dem wir recht zufrieden sein können“, erklärt die geschäftsführende Direktorin des Finanzkonzerns Sydbank, Karen Frøsig, anlässlich der Vorlage der Zahlen für das Jahr 2020 am Dienstag, die einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 799 Millionen Kronen nach Steuern ausweisen. Damit wird das Ergebnis des Geschäftsjahres 2019 mit einem Plus von 853 Millionen Kronen verfehlt. Doch Karen Frøsig sagt dazu: „Wir haben unsere Erwartungen korrigieren müssen, als das Land geschlossen wurde. Es ist erfreulich, dass wir ein Ergebnis präsentieren können, das am oberen Ende der an das Jahr geknüpften Erwartungen liegt. Es ist Ausdruck großer Stabilität.“

Schlüsselzahlen der Sydbank-Bilanz 2020

Jahresergebnis nach Steuern: 799 Millionen Kronen

Einnahmen erhöht um 2 Prozent

Kosten um 9 Millionen Kronen vermindert

Abschreibungen in Höhe von 47 Millionen Kronen

Kreditvolumen: 60,2 Milliarden Kronen

Einlagen: 95,9 Milliarden Kronen

Vorgeschlagene Dividende: 4 Kronen pro Aktie

Es ist erfreulich, dass wir ein Ergebnis präsentieren können, das am oberen Ende der an das Jahr geknüpften Erwartungen liegt

Karen Frøsig, geschäftsführende Direktorin der Sydbank.

Kundenstamm der Sydbank bisher gut durch die Krise gekommen

Die Prognosen zielten während des vergangenen Jahres auf ein Plus zwischen 700 Millionen und 800 Millionen Kronen. Vor Beginn der Corona-Krise im März 2020 war noch ein Jahresgewinn zwischen 850 Millionen und 1,15 Milliarden Kronen ins Auge gefasst worden. Der Gewinnrückgang wird vor allem mit höheren Verlustrückstellungen begründet. Dazu stellt die Sydbank-Chefin fest: „Es ist erfreulich zu sehen, dass die Kundinnen und Kunden der Sydbank bisher gut durch die Covid-19-Krise gekommen sind. Aus Gründen der Vorsicht wurden zusätzlich 100 Milliarden zur Vorsorge eingeplant. Im 4. Quartal 2020 erreichte das Sicherheitspolster eine Höhe von 325 Millionen Kronen. Im 4. Quartal musste aber nur eine Million Kronen abgeschrieben werden.“

Die Chefin der Sydbank erwartet 2021 steigende Gewinne, dabei spielt auch die Integration der Ende 2020 zugekauften Alm. Brand Bank eine Rolle. Foto: Sydbank

Spitzenplatz bei Verzinsung des Eigenkapitals

Karen Frøsig verweist darauf, dass ihr Konzern bei der Verzinsung des Eigenkapitals einen Spitzenplatz unter den großen Banken in Dänemark einnimmt. Bei einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,021 Milliarden Kronen ergibt sich eine Verzinsung des Eigenkapitals in Höhe von 8,6 Prozent. Die Einnahmen stiegen 2020 um zwei Prozent. Frøsig erläutert, dass sich durch die Übernahme der Alm. Brand Bank die Kreditvermittlung um 20 Milliarden Kronen erhöht. Ende 2020 hatte die Sydbank das Unternehmen für 1,8 Milliarden Kronen gekauft. Das Kreditvolumen lag mit 60,2 Milliarden Kronen fast auf Vorjahresniveau, die Einlagen erhöhten sich von 84,3 auf 95,9 Milliarden Kronen. Trotz vermehrter Erhebung von Negativzinsen hat die Sydbank-Kundschaft Geld angespart. Die Leitung schlägt der Hauptversammlung des Konzerns eine Dividende von 4 Kronen pro Aktie vor, dafür werden 30 Prozent des Unternehmensgewinns verwendet.

Lob für Mitarbeiterschaft

Die Sydbank-Chefin hebt in ihren Erläuterungen zur Jahresbilanz 2020 ausdrücklich den Einsatz des Mitarbeiterstabes der Sydbank hervor. „Die Coronasituation hat eine Umwälzung für alle ergeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in diesem Zusammenhang große Flexibilität gezeigt und waren in der Lage, die Kundschaft in einer schwierigen Zeit zu beraten“, so Frøsig. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 2.030 Ende 2019 auf 2.286 Ende des vergangenen Jahres.

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