Unfall

Nächtlicher Unfall wirft viele Fragen auf

jrp/hm
Apenrade/Aabenraa
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Archivbild Foto: DPA

Auf der Autobahn E45 zwischen der Anschlussstelle Hadersleben Süd und Apenrade Nord in Richtung Süden ist in der Nacht zu Mittwoch ein in Deutschland zugelassenes Fahrzeug verunglückt. Die Person, die das Auto steuerte, ist jedoch nicht auffindbar. Die Polizei suchte mit Hunden und mit einer Drohne.

Auf der Autobahn E45 zwischen den Anschlussstellen Hadersleben Süd und Apenrade Nord in Richtung Süden ist in der Nacht zu Mittwoch ein in Deutschland zugelassenes Fahrzeug verunglückt. Die Umstände, die hierzu führten, sind noch unklar. Der Fahrer ist zudem nicht auffindbar. Das bestätigte die Polizei noch am Mittwochnachmittag.
Der Unfall war um 2.58 Uhr bei der Polizei angezeigt worden. Ein Polizist, der in Richtung Apenrade unterwegs war, war demnach fast in das komplett dunkle Unfallfahrzeug gefahren. Ohne Licht, ohne Warndreieck lag der Pkw auf der Seite, inmitten der zwei Fahrbahnen. Vom Fahrer keine Spur.

Die Beamten setzen zunächst Hundeführer und Drohnen ein. „Unsere Hunde suchen nach einem Autofahrer, der, wie wir befürchten, in ein Feld geschleudert wurde oder im Schock nach dem Unfall durch die Gegend irrt“, erklärte Erik Lindholt, der Wachleiter der Polizei von Südjütland und Nordschleswig Mittwochmorgen TV Syd.

Das Auto sei zunächst von hinten auf einen stehenden Lkw aufgefahren und habe sich losgerissen, berichtete Ivan Goor Jensen, der diensthabende Wachleiter der Polizei am Nachmittag. Dieser habe den Unfall gemeldet. Ein schwedischer Pkw wurde auch verwickelt, auch er meldete sich bei der Polizei. Der deutsche Wagen aber fuhr noch weiter, der Insasse ist auch Mittwochnachmittag noch flüchtig. Die Autobahn war bis 6.37 Uhr gesperrt gewesen.

Nicolaj Holmkjær von der Polizei berichtete am Mittwoch gegenüber tvsyd.dk, man habe nun Kontakt zum Fahrzeughalter. „Er wohnt ein Stück weiter südlich in Deutschland. Er hat den Wagen an einen Bekannten ausgeliehen, der wiederum habe an einen anderen Bekannten weitergeliehen.“ Und er fuhr fort: „Die Tatsache, dass der Zündschlüssel aus dem Unfallfahrzeug entfernt war, veranlasst uns zu vermuten, dass der Unfallfahrer ohne größere Verletzungen geflohen ist.“

Holmkjær weiter: „Der Fahrer ist weiter wie vom Erdboden verschluckt, wir glauben, dass er sich aus schlechtem Gewissen versteckt.“ Allerdings, so der Polizist, seien im Auto keinerlei Drogen oder ähnliche Stoffe gefunden worden; ob der Mann Alkohol getrunken habe, sei auch unklar.

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