Sauberes Auto

Handwäsche in der eigenen Einfahrt ist schlecht für Wasser und Natur

Julius Born
Apenrade/Aabenraa
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Foto: OK

Wenn es um die Pflege des eigenen Autos geht, legen viele gerne selbst Hand an. Das ist vor allem für die Umwelt sehr schädlich, da ungefilterte Abwässer in die Natur gelangen. Experten raten immer eine Waschanlage oder Selbstwaschhalle aufzusuchen.

Wenn es um die Pflege des eigenen Autos geht, legen viele gerne selbst Hand an. Das ist vor allem für die Umwelt sehr schädlich, da ungefilterte Abwässer in die Natur gelangen. Experten raten immer eine Waschanlage oder Selbstwaschhalle aufzusuchen.

Unter Autoenthusiasten ist sie weit verbreitet, aber auch der normale Autofahrer kommt öfter in die Verlegenheit, sie vorzunehmen – die Handwäsche in der eigenen Einfahrt. Wenn es um die Sauberkeit des Fahrzeuges geht, ist gegen die Handwäsche nichts einzuwenden, allerdings sollte der Umweltaspekt nicht aus den Augen verloren werden.

Eine Handwäsche in der eigenen Einfahrt ist schädlich. Bremsstaub, Öle, Seifenreste, Schwermetalle und andere verunreinigende Stoffe gelangen bei dieser Wäsche ungefiltert ins Abwasser oder sogar direkt in die Natur. Gefährlich für die Natur, obwohl eine richtige Lösung so nahe liegt.

„Viele denken gar nicht darüber nach“, so Gert Johansen, Konzept-Entwicklungschef bei der Energiegesellschaft OK und Hauptverantwortlicher für die 120 Autowaschanlagen in ganz Dänemark, in einer Pressemitteilung. Gert Johansen und andere Experten raten deshalb dazu, zertifizierte Autowaschanlagen aufzusuchen, um dort seinen Wagen zu waschen oder waschen zu lassen. Ein Indikator für eine „grüne“ Waschhalle ist die Svanemærket, die an den zertifizierten Waschanlagen angebracht ist. Bei der Svanemærket handelt es sich um eine Kennzeichnung, die in Norwegen und Dänemark verwendet wird, um umweltfreundliche Produkte, die keine Nahrungsmittel sind, zu markieren.

Waschanlagen mit dieser Kennzeichnung reinigen nicht nur das verwendete Wasser, sondern führen es auch wieder in die Waschanlage zurück, sodass bei einer vollständigen Wäsche nur zwei handelsübliche Wassereimer voll Schmutzwasser übrig bleiben. Dieses Schmutzwasser ist vorgereinigt und kann dem Abwassersystem gefahrlos zugeführt werden.

Wer dennoch auf eine Handwäsche besteht, kann diese an Selbstwaschhallen durchführen, da dort ein ähnliches System zur Abwasserreinigung eingesetzt wird.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur