Reparatur

Ferienzeit = Preiswucher bei Fachwerkstätten

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Apenrade/Aabenraa
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Die Werkstattkosten steigen in den Sommerferien. Foto: Archiv

Der Sommer bedeutet viel Arbeit in Werkstätten, die keine Betriebsferien machen / Satte Preiserhöhungen sind die Folge

Obwohl der aktuelle Sommer zu gemütlichen Stunden am Strand oder im Garten einlädt, nutzen viele Menschen die freie Zeit, um ihr Auto auf Vordermann zu bringen. Laut dem Online-Werkstattportal autobutler.dk waren im Juli 2018 im Vergleich zum vergangenen Jahr rund 50 Prozent mehr Autos für Wartungsarbeiten zu Besuch in den Werkstätten. Das hängt auch damit zusammen, dass viele ihr Auto für eine lange Urlaubsfahrt gen Süden klarmachen wollen.

Doch die große Nachfrage hat auch eine entscheidende Folge – die Preise steigen. „Es gibt leider Autobesitzer, die zum Teil heftige Kostenvoranschläge von Fachwerkstätten bekamen“, erklärt Autobutler-Analysechef Jan Sturm zur Nachrichtenagentur Ritzau. „Möchtest du mit deiner Familie bald in den Urlaub fahren, dann bist du automatisch auch willig, mehr Geld für die Reparatur hinzulegen. Und diese Situation wird von den Werkstäten oft ausgenutzt“, so Sturm.

Angebote einholen

Eine Analyse des Werkstattportals zeigt, dass für eine Wartung in den Sommermonaten rund 1.000 Kronen mehr bezahlt werden müssen. Die Tendenz der steigenden Preise in den Urlaubswochen ist dem dänischen Verein der Autofahrer FDM bekannt. „Es ist zu erwarten, dass die Werkstätten, die keine Betriebsferien machen, zugleich auch die Preise erhöhen“, sagt FDM-Verbraucherexperte Ilyas Dogru.

Möchte man als Autobesitzer demnach teure Werkstattkosten umgehen, dann rät er bei größeren Reparaturen dazu, immer drei unabhängige Angebote einzuholen. „Die kann man dann für Preissenkungen verwenden oder um für den gleichen Preis zusätzliche Leistungen zu bekommen“, so Dogru. Am besten ist es ihm zufolge jedoch, bis Anfang September mit teuren Wartungen des Autos zu warten.

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