Verkehr

Es soll einfacher werden, Elektroautos aufzuladen

Es soll einfacher werden, Elektroautos aufzuladen

Es soll einfacher werden, Elektroautos aufzuladen

Kerrin Jens und Lana Riedel
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Ab dem 1. Juli 2021 soll es für E-Autofahrer leichter sein, an der Ladestation zu bezahlen, heißt es in einem neuen Branchenabkommen unter den Ladestationen-Betreibern. Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix

Ein neues Branchenabkommen sichert im Jahr 2025 23.000 Ladestationen für Elektroautos in Dänemark.

Nachdem viele Jahre nur wenige Elektroautos verkauft worden sind, ist die Anzahl der Verkäufe sprunghaft angestiegen. Und in Zukunft wird es viel einfacher sein, ein Elektroauto zu fahren, schreibt die Nachrichtenagentur „Ritzau“.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll sich die Anzahl der Ladestationen verfünffachen, und es soll für den Verbraucher viel einfacher sein, Strom zu tanken und dafür zu bezahlen.

Branchenabkommen beschlossen

Alle wichtigen Akteure der Branche haben kürzlich eine Vereinbarung getroffen, die das Aufladen eines Elektroautos im öffentlichen Raum erheblich erleichtert – ohne Warteschlangen, ob in den Städten, auf dem Land oder entlang des Autobahnnetzes.

Dies gibt Lærke Flader, Branchenmanagerin der dänischen Elektroauto-Allianz, bekannt. „Diese Vereinbarung stellt eine viel größere Ladeinfrastruktur im ganzen Land sicher, und die Verbraucher können problemlos an allen Ladestationen aufladen“, sagt sie zur Nachrichtenagentur „Ritzau“.

Derzeit gibt es in Dänemark rund 4.000 Ladestationen, und es wird erwartet, dass vor dem neuen Jahr insgesamt 5.500 Ladestationen eingerichtet werden. Die Branche strebt an, dass es bis 2025 landesweit 23.000 Ladestationen geben soll.

1.000 davon sind Blitzladestationen (lynladere), 2.000 Schnellladestationen (hurtigladere) und 20.000 normale Ladestationen. 100 der Blitzladestationen stehen in Gebieten ohne viele Elektroautos, das heißt, außerhalb der Großstädte und nicht entlang von Autobahnen.

„Wir verpflichten uns gegenseitig, dass es im Verhältnis zur Entwicklung der Elektroautos genügend Ladestationen gibt. Und die Fahrer müssen immer in der Lage sein, Gebühren, die sofort anfallen, mit einer Kreditkarte über eine App zu bezahlen“, sagt Lærke Flader.

In der Vereinbarung enthalten sind die Betreiber Aura Energi, Clever, Eon, EVBox, Flexcharge, Ionity, Sargo, Spirii und Zapp Mobility. Darüber hinaus sind Experten der DTU, der Technischen Universität Dänemark und der Lebensmittelkette Lidl ebenfalls Teil der Abmachung.

Unterstützung vom Interessenverband

Der Interessenverband der Autofahrer FDM unterstützt die Vereinbarung.

„Es ist erfreulich, dass die Branche jetzt Hindernisse beseitigt und es einfacher macht, ein Elektroauto zu fahren mit der Möglichkeit, viel mehr Ladestationen und einfachen und offenen Zugang zum Ladesystem zu nutzen“, sagt der Chefberater von FDM, Ilyas Dogru, zur Nachrichtenagentur „Ritzau“.

Alle neun Betreiber melden sich für dieselbe IT-Plattform an. Auf diese Weise können Nutzer die Ladestationen anderer Unternehmen in einem bestimmten Bereich in der App ihres eigenen Betreibers sehen. Und die Zahlung wird einfacher als heute.

„Wir werden mehr Ladestationen bekommen, es wird einfacher, und es wird mehr Wettbewerb geben“, fasst Lærke Flader zusammen.

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