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Zögerliche Verbraucher: In Dänemark werden weniger Autos verkauft

Zögerliche Verbraucher: In Dänemark werden weniger Autos verkauft

In Dänemark werden weniger Autos verkauft

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Autohändler
Das Interesse an Neuwagen ist da – die Unsicherheit sei jedoch derzeit groß, heißt es aus der Branche. Foto: Peter Hove Olesen/Politiken/Ritzau Scanpix

Die Zahl der verkauften Privatfahrzeuge ist rückläufig. Beim Dachverband der Branche führt man das auch darauf zurück, dass die potenziellen Kunden warten – auf Signale aus der Politik.

In Dänemark sind im Januar insgesamt 18.686 Autos verkauft worden. Das ist ein Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zum Januar 2019.

Doch dafür gebe es eine schlüssige Erklärung, sagt Thomas Møller Sørensen, Direktor des Dachverbandes der Automobilbranche in Dänemark, Bilbranchen, der dem Arbeitgeberverband Dansk Industri angehört.
Denn im vergangenen Januar wurde viele Autos verkauft, weil eine Steuererhöhung für den April angekündigt war – die dann jedoch ausgesetzt wurde.

„Vor allem hatten wir einen außerordentlichen Verkauf im Januar vergangenen Jahres. Aber wenn wir länger zurückblicken, ist die Spitze beim Verkauf privater Autos erreicht. Wir hören von unseren Mitgliedern, dass das mit der Unsicherheit bezüglich neuer Technologien zusammenhängt, ob man jetzt ein herkömmliches Auto oder ein Elektroauto kaufen soll“, sagt er.

Nur 0,5 Prozent Elektroautos in Dänemark

In den vergangenen zwölf Monaten sind 223.000 Autos in Dänemark verkauft worden. Ein Anstieg von 3.100 – der vor allem den Unternehmen geschuldet ist. Der Verkauf von Privatfahrzeugen ging leicht zurück.

Der Anteil an Elektroautos lag bei unter 10.000 Stück – das war laut Verband De Danske Bilimportører eine Verdoppelung gegenüber 2018. Und doch liegt der Anteil der Elektroautos an den insgesamt in Dänemark registrierten Kraftfahrzeugen bei nur 0,5 Prozent.

Zum Vergleich: In Schweden sind im vergangenen Jahr mehr als 40.000 Elektroautos verkauft worden, in Norwegen fast 80.000.

„Die Dänen sind unsicher, ob sie sich trauen sollen, in neue Technologien zu investieren, und deshalb brauchen wir langfristige Gewissheit, was die Abgaben angeht“, sagt Sørensen. „Das wäre sowohl gut für die Verbraucher, die sich dann trauen würden, Elektroautos zu kaufen, als auch für die Unternehmen, die Ladestationen errichten sollen, und für die, die in die Infrastruktur investieren sollen“, meint er.

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