Winterreifen im Hochsommer

Schlecht für Sicherheit und Umwelt

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
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Autofahrer sollten im Sommer auf Sommerreifen wechseln. Foto: dpa/picture-alliance

Laut einer Hochrechnung des Vereins der Reifenimporteure fahren rund 456.000 der dänischen Autos ganzjährig auf Winterreifen. Das ist weder gut für die eigene Sicherheit noch der Umwelt.

Der dänische Sommer ist da. Schönstes Wetter ist nicht immer angesagt, doch die Temperaturen steigen. Für viele Autofahrer bedeutet das den ersten Reifenwechsel des Jahres – oder auch nicht? Einer neuen Studie des Vereins der Reifenimporteure zufolge fahren rund 456.000 dänische Pkw ganzjährig mit Winterreifen.

Der Verein hatte an 23 verschiedenen Orten in Dänemark rund 4.634 Pkw untersucht. 18 Prozent der untersuchten Autos waren trotz des Sommers mit Winterreifen bestückt. Die Untersuchung zeigte außerdem einen minimalen Unterschied zwischen der Insel Seeland und dem Festland Jütland, wobei die Jüten öfters ihre Reifen wechseln.

Winterreifen im Sommer haben einen negativen Einfluss auf den Bremsweg und der Stabilität des Pkws. Bei einer Lufttemperatur von 35 Grad kann der Bremsweg von 100 km/h auf null um 16 Meter verlängert werden. Hinzu kommt, dass die Winterreifen bei einem vollbeladenen Pkw die Kurvenstabilität in langen Autobahnkurven beeinträchtigt.

Winterreifen sind für die kalten Tage konzipiert und haben deswegen nicht die erforderlichen Fähigkeiten, die sommerlichen Wolkenbrüche mit eventuellem Aquaplaning gut zu überstehen. „Es ist noch nicht zu spät, auf Sommerreifen umzusteigen – der eigenen Sicherheit und der Umwelt zuliebe“, sagt der Vorsitzende des Vereins der Reifenimporteure, Kenneth Saust – der naturgemäß am Mehrverkauf von Sommerreifen besonders interessiert ist.

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