Rat für mehr Reifensicherheit

Das große Sommerreifenzählen

dodo
Kopenhagen
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Foto: Ole Lind/Ritzau- Scanpix

In dieser Woche untersucht der Rat für mehr Reifensicherheit wieder im ganzen Land die Reifenbeläge der dänischen Autofahrer. Im vergangenen Jahr fuhren im Januar elf Prozent der untersuchten Fahrzeuge noch mit Sommerreifen.

In dieser Woche werden wieder Winterreifen gezählt. Seit 2006 führt der Rat für mehr Reifensicherheit (Rådet for Større Dæksikkerhed) halbjährig die Untersuchung durch und überprüft die Reifenwahl der Bürger in Dänemark. Im Winter geht es darum, wie viele Autofahrer noch mit Sommerreifen fahren.

„Unsere Reifenzählungen tragen dazu bei, über die Verkehrssicherheit in Dänemark zu informieren. Wenn Hunderttausende Autos im Winter mit Sommerreifen herumfahren, haben wir ein großes Problem ausgemacht“, schreibt Volker Nitz vom Rat für mehr Reifensicherheit in einer Pressemitteilung.

In Dänemark gibt es im Gegensatz zu einigen Nachbarländern keine gesetzliche Verpflichtung für Winterreifen.

Bis zu 44 Prozent kürzere Bremswege

Wie wichtig Winterreifen sind, zeigt ein Test des dänischen Autofahrerverbandes FDM aus dem Jahr 2014. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass Winterreifen im Vergleich zu Sommerreifen einen 30 Prozent kürzeren Bremsweg auf nasser Straße aufweisen – bei schneebedeckten Straßen ist der Bremsweg sogar um 44 Prozent kürzer.

„Es ist ein Mythos, dass Sommerreifen auf nassen Straßen besser bremsen als Winterreifen. Hinsichtlich der eigenen und der Sicherheit anderer, ist die ganz klare Empfehlung, im Winter immer mit Winterreifen zu fahren“, so Nitz.

Ziel: Unter zehn Prozent

Im vergangenen Jahr hatten elf Prozent der insgesamt 7.133 Autos im Januar noch Sommerreifen montiert. Der Rat für mehr Reifensicherheit hofft, dass die Zahl in diesem Jahr unter zehn Prozent liegen wird.

Die ganze Woche werden Fahrzeuge an öffentlichen Orten wie Parkplätzen, vor Einkaufszentren oder an Bahnhöfen im ganzen Land untersucht.

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