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Startschuss für die neuen EU-Programme

Startschuss für die neuen EU-Programme

Startschuss für die neuen EU-Programme

Malte Cilsik
Nordschleswig/Apenrade
Zuletzt aktualisiert um:
Die EU-Programme fördern europaweiten Austausch und Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen Foto: Adrien Olichon

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EU-Programme: Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps bieten zukünftig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Auslandsmobilität an. Besonders angesprochen sind alle, die von den Programmen bisher aufgrund der persönlichen oder sozialen Situation nicht erreicht wurden.

Am 22. Juni gaben Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments mit einer digitalen Auftaktkonferenz den Startschuss für die neuen EU-Programme Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps. Rund 1.000 Fachleute aus Bildungs-, Jugend- und Sportpolitik, Fachpraxis sowie Unternehmen und Gewerkschaften nahmen an der Veranstaltung teil.

Das ändert sich

Mit rund 26 Milliarden Euro steht für die neuen Programme ein rund doppelt so großes Budget zur Verfügung, wie in den Vorläuferprogrammen. Unter anderem durch eine zusätzliche Förderung über den europäischen Sozialfonds soll künftig sozioökonomisch benachteiligten Menschen der Zugang erleichtert werden. Noch mehr europäische Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Lehrende und Freiwillige sollen die Möglichkeit für Austausch und Mobilität nutzen können. Im Zentrum der neuen Programme stehen die Themen Inklusion und Diversität, Digitalisierung, politische Bildung und Nachhaltigkeit.

Erasmus+

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es fördert europaweiten Austausch und Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen. Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, im Lehrbetrieb tätige Menschen, Ehrenamtliche, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie im Sport tätige Menschen und Organisationen können von dem Programm profitieren.

Europäisches Solidaritätskorps

Das Europäische Solidaritätskorps richtet sich an junge Menschen und ermöglicht ihnen, sich in einem Freiwilligendienst einzubringen oder eigene Solidaritätsprojekte auf die Beine zu stellen. Gefördert werden sowohl grenzüberschreitende und lokale Aktivitäten junger Europäerinnen und Europäer als auch Organisationen, die junge Menschen in ihren Einrichtungen aufnehmen oder in Projekte des Europäischen Solidaritätskorps entsenden.

Zum Auftakt der neuen EU-Programme betont die deutsche Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Vorteile von europäischem Austausch: „Internationale Erfahrungen verbessern die persönlichen Karrierechancen. Denn in einer immer internationaler werdenden Arbeitswelt gehört es zu den Schlüsselqualifikationen, mehrere Sprachen selbstverständlich zu sprechen und sich in anderen Ländern und Gesellschaften schnell zurechtzufinden.“

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