Kilometerpauschale

Steuererklärung: Pendelnde bekommen 2023 mehr Geld zurück

Steuererklärung: Pendelnde bekommen 2023 mehr Geld zurück

Steuererklärung: Pendelnde bekommen 2023 mehr Geld zurück

Ritzau/ket
Kopenhagen
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stockender Verkehr
Berufspendlerinnen und -pendler können im kommenden Jahr ein wenig mehr von der Steuer absetzen. Foto: Karin Riggelsen

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Die Abzüge für die Pendlerpauschale und die Nutzung des eigenen Autos bei der Arbeit werden für das kommende Jahr erhöht. Grund dafür sind die gestiegenen Kraftstoffpreise.

Im kommenden Jahr wird die Fahrtkostenpauschale (kørselsfradraget) erhöht. Das hat der Steuerrat (Skatterådet) am Dienstag festgelegt. Auch wer das eigene Auto bei der Arbeit nutzt, kann etwas mehr von der Steuer absetzen (befordringsgodtgørelse). Das schreibt die Steuerbehörde in einer Pressemitteilung.

Im Jahr 2022 wurde der Tarif im April ausnahmsweise geändert, sodass der Tarif für Fahrten zwischen 25 und 120 Kilometern 2,16 Kronen pro Kilometer betrug. Im Jahr 2023 wird der Satz um drei Öre auf 2,19 Kronen steigen. Auch das Fahren über 120 Kilometer wurde im April geändert. Dort wird der Kurs um zwei Öre von 1,08 Kronen auf 1,10 Kronen steigen.

Steuerrat: Kraftstoffpreise werden weiter steigen

„Bereits im April 2022 haben wir im Steuerrat die Sätze aufgrund unvorhergesehener Benzinpreiserhöhungen außerordentlich angepasst, und nun erhöhen wir die Sätze für 2023 erneut“, so die Vorsitzende des Steuerrats, Jane Bolander, in der Pressemitteilung. „Der Grund für die Erhöhung der Sätze ist, dass wir davon ausgehen, dass die Benzinpreise weiter steigen werden, und dass die Kosten für die Haltung eines Autos zunehmen werden.“

Bei der Berechnung der Steuersätze im Jahr 2023 hat der Steuerrat angenommen, dass der Benzinpreis 15,87 Kronen pro Liter betragen wird. Ebenso enthalten die Berechnungen eine Schätzung der Kosten für die Instandhaltung des Fahrzeugs. Diese deckt unter anderem die Kosten für die Wartung, den Austausch von Verschleißteilen, das Auswuchten von Reifen und eine Rostbehandlung ab.

Die Steuerbehörde weist außerdem darauf hin, dass die Regeln für den Kilometerabzug unverändert bleiben. Das bedeutet, dass für die ersten 24 Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsplatz unabhängig vom Verkehrsmittel kein Abzug vorgenommen wird.

Kritik vom Interessenverband FDM

Geht es nach dem Interessenverband der Autofahrerinnen und Autofahrer, FDM, machen die geplanten Erhöhungen keinen großen Unterschied. FDM hat errechnet, dass durchschnittliche Pendlerinnen und Pendler durch die höheren Abzüge 30 Kronen mehr pro Jahr erhalten. Das entspricht etwa zwei Litern Kraftstoff. Und das ist viel zu wenig Hilfe für Autofahrerinnen und Autofahrer, teilte Ilyas Dogru, Verbraucherökonom bei FDM, mit.

In seinen Berechnungen geht der Verband davon aus, dass Pendelnde täglich insgesamt 50 Kilometer zur Arbeit und zurück fahren. „Wenn wir hohe Preise in der Gesellschaft haben, sollte sich das auch entsprechend in der Fahrtkostenabrechnung niederschlagen. Und wenn andererseits die Kraftstoffpreise sinken, sollte sich das auch widerspiegeln“, so Ilyas Dogru.

Anmerkung: Der Artikel wurde am 23. November, 9 Uhr, um die Kritik des Interessenverbandes FDM ergänzt.

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