Wort zum Sonntag

„Das Wort zum Sonntag zum 16. Februar 2020“

Das Wort zum Sonntag zum 16. Februar 2020

Das Wort zum Sonntag zum 16. Februar 2020

Carsten Pfeiffer
Carsten Pfeiffer
Nordschleswig
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Das Wort zum Sonntag zum 16. Februar 2020 von Pastor Carsten Pfeiffer, Pfarrbezirk Buhrkall

„Redet, was gut ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.“
Brief des Paulus an die Epheser 4, 29

Was soll ich sagen? Oft gibt es nichts zu sagen. Dann ist still sein und schweigen besser als jedes unangemessene Geschwätz. Aber nicht immer.

Manchmal ist es gut, nicht zu schweigen, weil ein anderer auf ein bestimmtes Wort wartet. Worte, die Zuneigung und Verständnis zeigen. Worte, die verstehen und helfen. Worte, die verbinden. Worte, die Segen bringen.

Manchmal baut es den anderen auf, wenn ich nicht schweige, sondern mit Worten Mut mache oder tröste. Die Einsamkeit von Stille breche, dass der andere spürt: Ich bin nicht allein. Jemand spricht mit mir, weil ich ihm wichtig bin.

Manchmal ist es notwendig, nicht zu schweigen, um jemanden zu warnen oder zu ermahnen, um ihn vor einer falschen Entscheidung zu bewahren. Oder ihm einen Ausweg aufzuzeigen.

Wie bemerke ich jedoch, ob ich schweigen oder reden soll? Zuerst horche ich auf meine innere Stimme. Oft weiß ich, was zu tun ist oder zu lassen. Solche Intuition ist ein guter Maßstab, aber ich kann mich auf meine Bauchgefühle nicht immer verlassen. Aus Begeisterung oder Wut wirke ich manchmal falsch und ungerecht. Deshalb nennt der Epheserbrief vier Prüfkriterien für Reden: erstens was gut ist, zweitens was erbaut, drittens was notwendig ist und viertens was den Hörern Segen bringt.

Es geht nicht um mich, was zu meinem Glück wichtig ist, sondern was mein Gesprächspartner braucht – zu seinem Segen. Sein Heil ist auch meins.

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