Leitartikel

Die Zeitung schrumpft

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Cornelius von Tiedemann

Am Dienstag, 7. November, „schrumpft“ der Nordschleswiger vom Rheinischen ins Berliner Format. Die Schrift wird nicht kleiner – und es wird auch nicht weniger Lesestoff geben, verspricht Chefredakteur Gwyn Nissen.

Liebe Leser, die Zeitung schrumpft. Am Dienstag wechseln wir vom jetzigen Rheinischen Format ins handlichere Berliner Format. Auf der heutigen Seite 1 haben Sie bereits einen Eindruck bekommen, was Sie ab nächster Woche erwartet.

Ich würde gerne sagen, dass alles besser wird, aber das darf man Zeitungslesern nicht sagen, denn die Zeitung wird ab Dienstag vor allem anders – und das mögen Zeitungsleser gar nicht gern. Zeitunglesen ist nämlich Gewohnheitssache.

Die größte Veränderung ist natürlich die Seitengröße. Bei den vielen Leser-Besuchen der vergangenen Jahre im Medienhaus in Apenrade gab es eine immer wiederkehrende Frage: Können wir nicht ein kleineres Format haben – so wie JydskeVestkysten? Die Antwort war immer die gleiche, nämlich dass Der Nordschleswiger drucktechnisch davon abhängig sind, was der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag macht. Jetzt stellt der SHZ tatsächlich auf das Berliner Format um – es ist kleiner als das Rheinische Format, aber immer noch ein wenig größer als das Tabloid-Format, das von den meisten dänischen Zeitungen genutzt wird. Von der Größe her wird Der Nordschleswiger in Zukunft das gleiche Format haben wie Flensborg Avis – nicht ganz so hoch wie heute und etwas schmaler. Obwohl das Format kleiner wird, werden wir Platz haben für die gleichen Inhalte. Die tägliche Seitenzahl wird nämlich typisch 28 statt bisher 24 Seiten sein.

Die zweite große Änderung ist der Umzug der Veranstaltungen und Öffnungszeiten auf eine neue, gemeinsame Seite. Das geschieht zum einem, um den Lokalredaktionen in etwa den gleichen Platz auf einer Seite zu geben wie bisher und um einen Gesamtüberblick über alle Termine in Nordschleswig zu geben. Wir denken in der Zeitungswelt in Kästen und Kommunegrenzen, aber Kultur kennt keine Grenzen, und Bürger nutzen das kulturelle Angebot im ganzen Landesteil. Daher hoffen wir, dass auch diese Änderung gut ankommt.

Falls Sie am Dienstag Kommentare oder Fragen zu Ihrer neuen Zeitung haben, stehe ich Ihnen von 7-19 Uhr unter Tel. 2060 4564 zur Verfügung. Rufen Sie einfach an.

P.S.: Nein, unsere Schriften werden nicht kleiner – sie bleiben in der gleichen Größe!

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