Leserbrief

„Wie deutschfreundlich ist Dänemark?“

Wie deutschfreundlich ist Dänemark?

Wie deutschfreundlich ist Dänemark?

Ulrich Abramowski
Tostedt
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Vor 100 Jahren wurde die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland neu gezogen, eine Grenze, die über Jahrzehnte hinweg mehr verbunden, als getrennt hat. So dachten wir - bisher!

Wir sind ein im Hamburger Raum ansässiges Ehepaar im Ruhestand, das in den letzten 3 Jahrzehnten gern nach Dänemark gereist ist, um dort unsere wertvollen Urlaubstage zu verbringen. Uns hat die Freundlichkeit der Dänen, ihre Gelassenheit, aber auch ihr Stolz auf ihr schönes Land immer wieder aufs Neue fasziniert and angezogen.

So war es nicht verwunderlich, dass wir uns entschlossen haben, unseren Ruhestand in Dänemark zu verleben. Unser Ziel war es, uns ein kleines Haus zu kaufen, fernab der Hektik und des Lärms in Deutschland. Anders als in anderen EU-Ländern, hat der dänische Staat für nicht-dänische EU-Bürger den Erwerb von Immobilien mit ziemlich hohen administrativen Hürden versehen, die einen Kauf nicht gerade leicht machen. Aber wo ein Wille ist, gibt es auch einen Weg! Oder doch nicht?

Wir haben für die administrativen Hemmnisse Verständnis – wer möchte schon den Ausverkauf seines Landes an Ausländer mit ansehen wollen? Worauf wir allerdings nicht gefasst waren, war die Reaktion dänischer Bürger und dänischer Makler auf unser Ansinnen.

Wir sind bei unser Immobiliensuche nicht nur einmal auf deutliche Ablehnung seitens der Verkäufer gestossen, die wohl lieber einen geringeren Preis in Kauf nehmen wollten, als an Deutsche zu verkaufen. Ebenso ablehnend die Haltung von einigen Maklern, die schlichtweg auf unsere Anfragen oder Bitten um einen Besichtigungstermin nicht reagierten.

Unseren Eindruck von Dänemark haben wir korrigieren müssen. Unser Geld ist willkommen, wir Menschen aber nicht! Die Politikerworte zum Anlass der Grenzziehung klingen mittlerweile wie Hohn in unseren Ohren!

Ulrich Abramowski
Riepshofer Weg 35A
21255 Tostedt

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