Leserbrief

„Probleme, die oft erst später petzen?“

„Probleme, die oft erst später petzen?"

„Probleme, die oft erst später petzen?"

M. B. Christiansen
Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:

M. B. Christiansen findet, dass ein offenes Thematisieren und Erklären in Zukunft Pflicht sein muss und totale Harmonie in der Politik ein unmögliches Vorhaben ist.


Wenn sie deutlicher thematisiert würden, dann gäbe es bei den Politikern eine bessere Grundlage für gerechtere Gesetze. So genau aber möchten die anscheinend Dinge gar nicht durchschaubar serviert haben. Drei Beispiele von teilweise aparter, schon mal schwer zu kapierende Verhältnisse. Ich habe zwei davon dem Jyllandsposten abgeguckt. Der Dritte ist dem Landsdbladet entnommen. Alle drei werden hier etwas verkürzt dargeboten.


1.Die neue Regierung hat in ihrem öffentlich zugänglichen Program zum ,,Klimalov" ...Forståelsesaftalen siger side3: „Reduktion af drivhusgasser i 2030 med 70 pct.“ men allerede side 5: s„om udgangspunkt med det mål at fordoble det økologiske areal. „Men det er jo videnskabeligt påvist (Nature, december2018) at økologisk landbrug udleder 50-70 pct.mere CO2 pr.produceret enhed end „konventionelt landbrug". Hvor er logikken? Ein paar Tage später wird das Behauptete ausfürlicher beschrieben. Und dieses mal mit der Forderung nach CO2 Verunreinigungsangaben auf den Lebensmitteln in den Geschäften. Mit dem Hinweis, es gäbe schon reichlich von Texten auf den Waren wird der Vorschlag vom Økologie Vorsitzenden bisher abgelehnt.


2. Unter der dicken Überschrift: „Køber du bil i Danmark, er din timeløn kun 40 kr.“ ...bringt T. Kruse ein schon fast lustiges Beispiel zu Papier. „Hvis du f. eks. ønsker en miljøvenlig Volvo, som i Sverige koster ca.200.000 kr., skal du i Danmark aflevere hele 425. 000kr.“ Bei einem Monatslohn von 30. 000 und einer 50% Besteuerung müsstest du ca. 30 Monate arbeiten und hättest dann 850.000 Kr.verdient ...før skat! Daraus ergibt sich dann, ohne Abgaben und Besteuerung, ein realer Stundenlohn von ca. 40 Kronen. Er bemängelt die allgemeine Passivität fast aller Parteien „in diesem Fragebereich“. Das konstante Anheben von Steuern ließe sich noch immer die Mehrzahl der Bevölkerung einfach stillschweigend bieten. Dabei ist gerade der Vergleich mit Schweden irgendwie fies, Schweden galt ja lange Jahre als abschreckendes Beispiel (das schwedische Modell), wenn es um Steuererhöhungen ging !


3. Auf die Tatsache, dass ganz viele Ferkel zum Weitermästen nach Deutschland geliefert werden, hatte der Gewerkschafter von NNF in einem Beitrag die Schweinebauern scharf kritisiert . Sie seien einseitig all zu geldgierig. In einer Antwort rechnet V. Larsen (Schweinebauer) mit einigen Berechnungen ...Contra (dem Gewerkschafter) vor: Der Stundenlohn in Dänemark sei 280 Kr./in Deutschland 115 Kr.und in Polen 75 Kr.. Dies entspräche für Deutschland 41%/für Polen 27%. Als... kartellønninger benennt er hier das, doch fast immer hoch gejubelte dän. Modell. Weiter beschreibt er in Berechnungen, die nach seiner Ansicht Mitverursacher für das Höfesterben seien. Als weiteres Gegenargument für den Gewerkschafter: Es kommen täglich 10.000 Lastautos mit „lohnbillige Menschen“ am Steuer. Der Gewerkschafter hatte auch die Verunreinigung wegen der vielen gefahrenen Km. mit ins Feld angeführt!


Es gibt in der EU noch viel zu tun. Totale Harmonisierung ist ein unmögliches Vorhaben. Für die Gesetzgeber wäre es natürlich der Idealfall. Zukünftig wird man viel mehr offen erklären müssen. Bei Verschleierungen wird zwar in Zukunft nicht... die Sonne es an den Tag bringen, wie in einer Erzählung von einst ... wohl ehe neue Parteien-Gründungen?

M. B. Christiansen,
Hyndingholæmvej 16,
6372 Bylderup Bov

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