Leserbrief

„Guter Rat“

„Guter Rat“

„Guter Rat“

Ralf Marquardt
Nordschleswig
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Wie umgehen mit schwer zu lesenden Leserbriefen? Ralf Marquardt hat sich Gedanken gemacht …

Sehr geehrter Herr Martin Christiansen,
was die geschätzte Kollegin Marieke Heimburger (ich bin von Beruf Übersetzer und Dolmetscher) Ihnen in ihrer üblichen freundlich-positiven Art schreibt, geht auch mir seit geraumer Zeit durch den Kopf. Ich hätte es nicht besser formulieren können.

Der geneigte Leserbriefleser kennt das ja: Man schaut erst einmal auf den Absender und weiß oft gleich vorab Bescheid: „Ach, DER...“ oder „...DIE schon wieder“ – wobei sich das dann auf die zu erwartenden und vorhersagbaren (politischen) Inhalte bezieht. Bei Ihren Leserbriefen, Herr Christiansen, ist es genauso – aber in dem Fall leider mit der Begründung „Lesen hat wenig Sinn, da ich sprachlich wieder wenig bis gar nichts verstehen werde.“

Sie haben ganz offenkundig so vieles im Kopf, das Sie gern mitteilen möchten, dass es den Anschein hat, Sie werden von der schieren Flut Ihrer Gedanken und der Menge an Inhalten regelrecht übermannt und überrannt, weshalb der Schreibfluss außer Kontrolle gerät. Es mutet manchmal wie das Transskript eines mündlichen Vortrags an, der dem Redner aus dem Ruder läuft.

Sie bräuchten im Grunde einen Ghostwriter, einen Auftragsschreiber, der sich mit Ihnen zusammensetzt, Ihre Gedanken aufnimmt und dann verschriftlicht. Marieke, wäre das einen Versuch wert? Ich selber wohne zu weit weg.

Bei der vielen Mühe, die Sie sich machen, Herr Christiansen, dem großen Zeitaufwand, den Sie betreiben, ist es (auch für Sie selbst!) schade, dass Ihre Gedanken die – meines Erachtens – allermeisten Empfänger nicht erreichen.

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