Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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DN
Kopenhagen/Nordschleswig
Zuletzt aktualisiert um:
Der dänische Aktienmarkt erholt sich Montag nach dem großen Minus der vergangenen Woche. Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

Wissen was in Dänemark passiert – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Hilfe für Flüchtlinge blockiert

Kopenhagen Die dänische Hilfsorganisation „Folkekirkens Nødhjælp“ klagt, dass die Corona-Krise die Hilfe für Syrien-Flüchtlinge behindert. Syrien und die Türkei hätten die Grenze unter Hinweis auf Corona-Gefahren gesperrt. Das sei eine echte Katastrophe. Ritzau

 

Bußgelder für Lkw-Fahrer drastisch erhöht

Kopenhagen Seit Montag droht Brummifahrern, die in Dänemark in den Kojen ihrer Laster während eines Transporteinsatzes übernachten, ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Kronen. Außerdem muss das Unternehmen, für das der Fahrer arbeitet, 20.000 Kronen zahlen. Die Bußgelder sind im Rahmen neuer dänischer Vorschriften zur Sicherung der Arbeitsbedingungen der Fahrer und zur Unterbindung unlauteren Wettbewerbs eingeführt worden. Viele ausländische Fahrer haben bisher Ruhezeitvorschriften umgangen. Ritzau

 

Börsenbericht

Kopenhagen Nach über einer Woche Talfahrt in Verbindung mit Alarmstimmung wegen des Corona-Virus konnten die Werte im Leitindex an der Kopenhagener Börse gestern wieder zulegen. Nach einem Plus von 1,0 Prozent ging der C 25 bei einem Stand von 1.230,64 aus dem Handel. Zulegen konnten cyklische Aktien von Unternehmen wie Novozymes und Chr. Hansen. Abwärts um 3Prozent ging es bei Pandora. Ritzau

 

Vierter Dänen mit Coronavirus infiziert

Kopenhagen Ein weiterer Däne ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte die dänische Behörde für Patientensicherheit am Sonntagabend mit. Dies bedeutet, dass derzeit in Dänemark insgesamt vier Personen mit dem Virus infiziert sind. Das staatliche Institut für Infektionskrankheiten hat einen Rachenabstrich der Person analysiert und hat bestätigt, dass der Test positiv ist. Der neue Patient hatte engen Kontakt mit dem dritten Coronafall in Dänemark, der bereits am Freitag bestätigt wurde. Dies war ein Mann, der am 15. Februar von einem Skiurlaub in Norditalien zurückkehrte. Er wurde drei Tage nach seiner Rückkehr mit Fieber krank. Ritzau/kj

 

Sygehus Sønderjylland zweimal nominiert

Nordschleswig Der Krankenhaus-Verbund in Nordschleswig, Sygehus Sønderjylland, ist als einziges Unternehmen im Landesteil für den Arbeitsmilieu-Preis nominiert, der vom Rat für Arbeitsmilieu (Arbejdsmiljørådet) verliehen wird. „Wir sind sehr stolz, dass wir das einzige nominierte Unternehmen in Nordschleswig sind. Dies ist auch Ausdruck dafür, dass wir ein Augenmerk auf den Bereich Arbeitsbedingungen haben. Es soll sich gut Anfühlen, beim Sygehus Sønderjylland zur Arbeit zu kommen, selbst, wenn man unter Stress steht“, so Peter Fosgau, Leiter des Sygehus Sønderjylland in einer Pressemitteilung. Nominiert ist zum einen die in Sonderburg ansässige Abteilung „Mediciniske Sygedomme“ in der Kategorie „Psykisk arbejdsmiljø“ für ihre Arbeit zum Vorbeugen von Gewalt und Bedrohungen. Zum anderen hat die Apenrader Abteilung „Fælles Akut Modtagelse“ in der Kategorie „Unge og nyansattes arbejdmiljø“ die Chance auf einen Preis. Sie wird vor allem für die gute Einarbeitung von neuem Personal in den stressigen Alltag in den verschiedenen Abteilungen gelobt. Die Gewinner in den verschiedenen Kategorien werden am 21. April in Kopenhagen bekannt gegeben. dodo

 

Die Regierung ist bereit für Flüchtlinge

Kopenhagen Die Regierung ist bereit, die sogenannte „Asylbremse“ einzurichten, wenn Tausende von Flüchtlingen und Migranten durch Europa reisen und an die Grenzen Dänemarks kommen. Das hat Außen- und Integrationsminister Mattias Tesfaye (Soz.) mitgeteilt. Die Ankündigung erfolgt, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonnabend die türkischen Grenzen geöffnet hat. Dies ermöglicht Migranten die Einreise nach Europa. Die „Asylnotbremse“ kann eingesetzt werden, wenn die Zahl der Asylbewerber plötzlich ansteigt. Dies war im Jahr 2015 der Fall. „Mit der sogenannten Notbremse können wir die Grenze für Asylbewerber vorübergehend schließen, wenn in einer Krisensituation das Dublin-Abkommen nicht mehr funktioniert. An diesem Punkt sind wir noch nicht, aber es ist ein Werkzeug, das wir verwenden können, wenn die Bedingungen erfüllt sind“, so der Minister. Ritzau/kj

 

Roskilde Festival zum Jubiläum ausverkauft

Roskilde 80.000 Karten für das Roskilde Festival 2020 sind vergriffen – und zwar schneller als jemals zuvor. 1996 waren die Karten am 29. April ausverkauft – zum 50. Geburtstag im Sommer bereits am 2. März. Taylor Swift, Deftones, Faith No More, Kendrick Lamar, The Strokes, Tyler the Creator und Thomas Helmig gehören zum Geburtstags-Line-Up, das – wie es sich beim Roskilde Festival gehört – natürlich kritisiert wurde. Dem Kartenverkauf tat dies keinen Abbruch. Während die Partout-Tickets (für alle Tage vom 27. Juni bis zum 4. Juli) vergriffen sind, gibt es noch Tageskarten zum Preis von 1.100 Kronen. Ritzau/gn

 

Der dänische Aktienmarkt erholt sich

Kopenhagen Der dänische Aktienmarkt fiel in der vergangenen Woche um 11 Prozent, wie auch an anderen Börsen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus die Geschäfte schlecht liefen. Am Montag scheint sich der Aktienmarkt im Königreich zu erholen: Der C25-Leitindex lag mit 2,5 bis 3 Prozent im Plus. Während die meisten Aktienkurse steigen, bleiben die Aktien von A.P. Møller-Mærsk allerdings auf dem Vorwochen-Niveau. Die Containerschiff-Reederei lebt vom Handel auf dem Weltmarkt. Auch in Deutschland und Frankreich legten die Aktienmärkte zu. gn (Stand: 11 Uhr)

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Gut aufgestellt“