Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

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DN
Kopenhagen/København
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Henrik Clausen wird neuer Direktor des Teleunternehmens TDC. Foto: Lasse Bech Martinussen/Ritzau Scanpix

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

 

Spionageverdacht: Drei Personen festgenommen

Kopenhagen Drei Männer, bei denen es sich um führende Mitglieder der Vereinigung ASMLA handeln soll, sind am Montag wegen des Verdachts der Spionage für Saudi-Arabien von 2012 bis 2018 in Dänemark festgenommen worden. Das hat der Polizeiliche Nachrichtendienstes PET mitgeteilt. Die Männer waren auffällig geworden, als sie eine terroristische Aktion im Iran im September 2018 gelobt hatten. Anschließend wurde ihr Umfeld in Ringsted untersucht. Die ASMLA kämpft für einen selbstständigen Staat im südwestlichen Iran. Im Herbst 2019 hatte es eine große Polizeiaktion in Dänemark gegeben. Es wurde befürchtet, dass ein ASMLA-Anführer von iranischer Seite ermordet werden sollte. cvt/Ritzau

 

Venstre befürwortet Gesichtserkennung

Kopenhagen Venstre plädiert offiziell für die Anwendung der Gesichtserkennung in polizeilichen Angelegenheiten. Dies sagte die Venstre-Politikerin Inger Støjberg, am Montag in einem Interview mit „Berlingske“. Noch vor zwei Monaten wurde Støjberg von mehreren Parteimitgliedern in dieser Angelegenheit gerügt. Damals hatte sie in einem Interview mit „Berlingske“ die Möglichkeit erwogen Gesichtserkennung als erweiterte Form der Überwachung in Ghettobereichen einzuführen. Mehrere Mitglieder der Fraktion erklärten, Venstre stimme keiner allgemeinen Gesichtserkennung zu. Aber jetzt – fast zwei Monate später – befürwortet Venstre die Gesichtserkennung. Ritzau/kj

 

Neuer Spitzenmann für TDC

Henrik Clausen wird neuer Direktor des dänischen Teleunternehmens TDC. Er tritt die neue Stelle am 17. Februar an. Clausen war zuletzt Direktor des dänischen Produzenten für Unterhaltungselektronik B&O. Hier wurde er nach einigen finanziell schwierigen Jahren vor einigen Monaten entlassen. Zuvor hat Clausen leitende Positionen in einem anderen Teleunternehmen, Telenor, gehabt. Unter anderem war er Chef der dänischen Aktivitäten. Henrik Clausen löst Mike Parton ab, der zwischenzeitlich Allison Kirkby an der Spitze von TDC abgelöst hatte. Kirkby ist heute Chef des Teleunternehmens Telia.

 

Nordqvist macht Rückzieher

Rasmus Nordqvist, Folketingsmitglied der Alternativen, hat seinen Posten als Fraktionssprecher der Partei aufgegeben. Am Wochenende hatte er noch für den Vorsitz seiner Partei kandidiert, dabei allerdings gegen Josephine Fock verloren, die nun Uffe Elbæk an der Parteispitze abgelöst hat. Eine enge verbündete von Nordqvist, das Stadtratsmitglied Leila Stockmarr, hat ebenfalls ihren Posten im Vorstand der Partei aufgegeben. Nordqvist erklärt, dass er der neuen Vorsitzenden nicht im Wege stehen wolle – Vorsitzende und Fraktionssprecher müssten eng miteinander zusammenarbeiten.

 

Noch kein Coronavirus in Dänemark

Zwei der zehn Dänen, die am Sonntag aus der chinesischen Hubei-Provinz evakuiert wurden, müssen die nächsten 14 Tage zu Hause in Quarantäne verbringen. Das teilt das dänische Gesundheitsministerium in einer Pressemitteilung mit. Die Dänen hatten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in China selbst eine Ausreise aus dem Land ersucht. Bisher sind noch keine dänischen Staatsbürger am Virus erkrankt. Auf dem Flug von Brüssel nach Roskilde wurden die Passagiere von einem Arzt der dänischen Luftwaffe untersucht, und auch nach der Landung wurden die zehn Dänen von Gesundheitspersonal in Empfang genommen. Allen zehn Evakuierten geht es gut, doch bei zwei Dänen besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr, und sie müssen daher vorerst in Quarantäne bleiben.

 

Lego setzt auf grüne Bausteine

Der dänische Spielwaren-Hersteller Lego setzt in Zukunft auf nachhaltige Bausteine. Bis 2030 will Lego alle herkömmlichen fossilen Plastikteile mit Plastik aus Zuckerrohr oder Holz ersetzen. Das schreibt die Wirtschaftszeitung Børsen.

Die Entwicklung der neuen Bausteine ist möglich, weil die Kirk-Familie, die hinter der Lego-Marke steht, in den kommenden zehn Jahren mehrere Milliarden Kronen in das Projekt investiert.

 
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